+++ Iran-Krieg +++: US-Militär stoppt Handelsschiff auf dem Weg in den Iran

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Iran-Krieg: Teheran verlangt eingefrorene Milliarden zurück

Live-Blog US-Militär stoppt Handelsschiff auf dem Weg in den Iran +++ Hegseth – Sind zu erneuten Angriffen auf Iran bereit +++ Keine Entscheidung bei Iran-Treffen im Weißen Haus +++ Der Newsblog.
31.05.2026 – 16:07 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Eine Frau mit einer iranischen Flagge bei einem Anti-USA-Protest in Teheran: Das iranische Regime pocht auf die Freigabe sanktionierter Milliarden. Foto: AFP

Iranische Revolutionsgarden greifen Stützpunkte im Nordirak an

Die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden greifen iranischen Staatsmedien zufolge Stützpunkte von Separatistengruppen im Nordirak an. Welche Orte genau von den Angriffen betroffen sind, ist zunächst unklar.

Iran nimmt Gasförderung auf drei Plattformen nach Angriffen wieder auf

Der Iran nimmt die Förderung auf drei Offshore-Plattformen im Gasfeld Süd-Pars wieder auf, nachdem diese infolge israelischer Angriffe auf Verarbeitungsanlagen an Land gestoppt werden musste. Die Plattformen selbst seien nicht beschädigt worden, sagt der Chef der Pars Oil and Gas Company, Turadsch Dehgani, staatlichen Medien. Das geförderte Gas werde nun zu anderen Verarbeitungsanlagen in der Region umgeleitet, während die Reparaturen an den beschädigten Einrichtungen andauerten.

Iran-Chefunterhändler knüpft Abkommen mit USA an Bedingungen

Der Iran wird nach den Worten seines Chefunterhändlers Mohammad Baqer Ghalibaf kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts mit den USA akzeptieren, solange die Rechte der iranischen Bevölkerung nicht gesichert sind. Es gebe kein Vertrauen in die Worte und Versprechen des Feindes, sagt Ghalibaf staatlichen Medien zufolge. Das einzige Kriterium seien spürbare Ergebnisse, bevor der Iran seinerseits Verpflichtungen erfülle. Ghalibaf äußert sich nach seiner Vereidigung als wiedergewählter Parlamentspräsident.

Israel nimmt strategisch wichtige Festung im Südlibanon ein

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge im Süden des Libanons die strategisch gelegene Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Sie weitete damit ihre Bodeneinsätze im Nachbarland weiter aus, wie es in einer Mitteilung am Morgen hieß. Das Foto eines dpa-Reporters zeigte eine israelische Flagge, die auf der Festung gehisst wurde. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage dazu zunächst nicht.

Das israelische Militär warf der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, in der Gegend Einrichtungen zu haben und von dort aus auch Angriffe ausgeführt zu haben. Israel geht in dem Gebiet laut eigenen Angaben etwa gegen Raketenabschussrampen der vom Iran unterstützten Schiitenorganisation vor. Ein Armeesprecher bezeichnete die Festung als „Symbol der Arroganz“ der Hisbollah. 

Teheran verlangt für Einigung mit Washington eingefrorene Milliarden zurück

Während eine Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran weiter aussteht, rückt in Teheran zunehmend die Bedeutung eingefrorener iranischer Auslandsvermögen in den Fokus. Iranische Medien und andere Beobachter der Verhandlungen gaben sich überzeugt, dass eine vorläufige Einigung in den Gesprächen aus Sicht der Führung in Teheran entscheidend mit der Freigabe von blockiertem Geld zusammenhängt.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete am Freitag, der Iran habe wiederholt betont, dass vor jeder Einigung zunächst der Status der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte geklärt werden müsse. Auch die Nachrichtenagentur Fars schrieb, US-Präsident Trump habe ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung einer vorläufigen Einigung zwölf Milliarden US-Dollar auf eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Damit widersprach sie Aussagen des US-Präsidenten zum Rahmenabkommen.

Ohne diese Freigabe werde der Iran nicht in die nächste Verhandlungsphase eintreten, hieß es bei Fars. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte Mitte der Woche bei einem Treffen mit Wirtschaftsfunktionären erklärt, das „zentrale Schlachtfeld“ sei derzeit der Wirtschaftskrieg mit den USA.

Experten zufolge sind finanzielle Fragen für die Islamische Republik angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land und des kostspieligen Kriegs von größter Bedeutung. Insgesamt liegen Schätzungen zufolge mehr als 100 Milliarden US-Dollar an iranischem Geld auf Konten im Ausland, die im Zuge von Sanktionen teils oder gänzlich gesperrt sind.

US-Militär stoppt Handelsschiff auf dem Weg in den Iran

Das US-Militär hat nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein weiteres Handelsschiff daran gehindert, die US-Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Das Schiff „Lian Star“, das unter der Flagge Gambias gefahren sei, habe mehrere Warnungen des US-Militärs ignoriert, als es in der Nacht zum Samstag versucht habe, in einen iranischen Hafen einzufahren, verlautete aus US-Kreisen. Das Schiff sei im Golf von Oman von US-Schiffen betriebsunfähig gemacht worden und stecke nun dort fest.

Das US-Militär hat damit insgesamt schon sechs Schiffe gestoppt, die versucht haben, sich über die Blockade hinwegzusetzen. Die USA hatten die Blockade am 17. April eingeführt, weil der Iran die Straße von Hormus nach dem Beginn des Kriegs gegen ihn durch Israel und die USA mehr oder weniger geschlossen hat.

Hegseth: Sind zu erneuten Angriffen auf Iran bereit

Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreit erzielt werden. „Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen“, sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. „Wir sind also in einer sehr guten Position.“

Berichte: Keine Entscheidung bei Iran-Treffen im Weißen Haus

Eine Lagebesprechung zum Iran-Krieg im Weißen Haus ist Medienberichten zufolge ohne eine Entscheidung von Präsident Donald Trump zu Ende gegangen. Er habe das Treffen im Lagezentrum nach zwei Stunden verlassen, berichtete unter anderem die „New York Times“ unter Berufung auf einen US-Beamten. Trump hatte zuvor eine „endgültige Entscheidung“ zu den Verhandlungen mit dem Iran angekündigt.

Das Treffen fand im sogenannten Situation Room statt, einem abhörsicheren Lagezentrum im Weißen Haus. Dort trifft sich der US-Präsident unter anderem mit Sicherheits-, Militär- und Geheimdienstvertretern. 

Übereinkunft zwischen Iran und USA wohl noch nicht finalisiert

Der Iran und die USA haben einem iranischen Insider zufolge eine politische Übereinkunft im Iran-Krieg erzielt, eine Vereinbarung aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die USA würden das Uran des iranischen Atomprogramms in der Islamischen Republik ausfindig machen, träfen nicht zu, erklärt der Insider weiter. Eine mögliche Absichtserklärung zwischen Teheran und Washington beinhalte keine Nuklear-Themen.

Iran widerspricht Trumps Darstellung in mehreren Punkten

Der Iran hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen des geplanten Rahmenabkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren. Außerdem befinde sich der Vertragsentwurf noch in einer abschließenden Genehmigungsphase.

Konkret widerspricht der Iran Trumps Aussagen in drei Punkten: Erstens habe Trump ignoriert, dass unmittelbar nach Unterzeichnung zwölf Milliarden Dollar aus eingefrorenen iranischen Auslandskonten freigegeben werden müssten. Ohne diese Freigabe werde der Iran in keine weiteren Verhandlungsphasen eintreten. 

Zweitens enthalte das Abkommen keine Bestimmung zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus, hieß es weiter. Drittens weise der Iran die Aussage zurück, das angereicherte Uran solle abgebaut oder vernichtet werden – die Absichtserklärung enthalte keine solche Bestimmung. Zudem weist der Iran auf die Forderung eines vollständigen Waffenstillstands im Libanon hin – im Sinne der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Trump kündigt „endgültige Entscheidung“ im Iran-Deal an

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, eine „endgültige Entscheidung“ zu einem Abkommen mit dem Iran treffen zu wollen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, der Iran müsse zustimmen, niemals eine Atomwaffe zu besitzen. Das Uran des Iran solle in Zusammenarbeit mit den USA, dem Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde ausfindig gemacht und zerstört werden. Die Straße von Hormus solle sofort und ohne Gebühren geöffnet und alle Wasserminen sollen entfernt werden. „Es wird kein Geld fließen“, schrieb er.

Netanjahu: Israelische Truppen überqueren Litani-Fluss im Libanon

Israelische Truppen überqueren den Litani-Fluss im Libanon und rücken weiter vor, sagt Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Dies erklärt er bei einem Besuch der Division 36 an der israelischen Nordgrenze. Die israelischen Streitkräfte seien zudem im Rahmen des Kampfes gegen die Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut und im Bekaa-Tal aktiv, sagt Netanjahu weiter.

Iran: Gewinnen Zugeständnisse durch Raketen, nicht Gespräche

Irans Parlamentspräsident hat sich trotz positiver Zeichen für eine Verhandlungslösung mit den USA misstrauisch gezeigt. „Wir vertrauen weder Garantien noch Worten. Maßgeblich sind allein die Taten“,

schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X

. Der wahre Gewinner einer Vereinbarung sei derjenige, der am Tag danach besser auf einen Krieg vorbereitet ist, fügte er hinzu. Ghalibaf schrieb, der Iran erlange Zugeständnisse nicht durch Gespräche, „sondern durch Raketen“. 

Iranischer Unterhändler: Teheran hat kein Vertrauen in Worte

Der iranische Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Mohammad Bagher Ghalibaf, erklärt, Teheran vertraue nicht auf Worte, sondern werde nur nach Taten urteilen. Der Iran werde zudem erst handeln, wenn die Gegenseite dies tue, teilt er über die Plattform X mit. Die Äußerungen folgen auf Berichte vom Donnerstag, wonach sich die USA und der Iran auf eine Verlängerung ihres Waffenstillstands und die Aufhebung von Beschränkungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus geeinigt hätten. US-Präsident Donald Trump müsse dem aber noch zustimmen. Auch iranische Staatsmedien hatten gemeldet, eine endgültige Einigung stehe noch aus.

Bundesregierung besorgt über Netanjahus Gaza-Plan

Die Bundesregierung hat sich besorgt über die Ankündigung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geäußert, dass die israelische Armee weitere Teile des Gazastreifens unter ihre Kontrolle bringen soll. Dies würde die humanitäre Versorgung der Bevölkerung in dem Palästinenser-Gebiet erschweren, sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Eine Teilung des Gazstreifens dürfe nicht dauerhaft sein und zementiert werden. Sollten die israelischen Ankündigungen umgesetzt werden, würde dies auch dem 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen widersprechen. Dieser sieht unter anderem einen Teilrückzug der israelischen Armee vor.

Vance: USA und Iran stehen kurz vor Einigung

Die USA und der Iran stehen nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance kurz vor einem Abkommen. Man sei „noch nicht am Ziel“, aber nah dran, sagt Vance vor Journalisten. Es gebe noch einige Streitpunkte, die die iranischen Bestände an angereichertem Uran und die Frage der Anreicherung beträfen. „Es ist schwer zu sagen, wann genau oder ob der Präsident die Absichtserklärung unterzeichnen wird“, erklärt Vance mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Man diskutiere noch über einige Formulierungen. „Ich kann nicht garantieren, dass wir ans Ziel kommen, aber im Moment habe ich ein ziemlich gutes Gefühl dabei“, fügt der Vizepräsident hinzu.

USA verhängen neue Sanktionen gegen iranischen Ölhandel

Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den Ölhandel des Iran. Das Finanzministerium belegt acht Schiffe mit Strafmaßnahmen, die iranisches Rohöl und Erdölprodukte auf die Weltmärkte transportieren. „Wir werden der iranischen Regierung nicht erlauben, ihre Öleinnahmen zur Wiederherstellung ihrer Streitkräfte und militärischen Fähigkeiten zu erhöhen“, erklärt Finanzminister Scott Bessent. Zudem werden mehr als 15 weitere Unternehmen sanktioniert, darunter Firmen in Hongkong und Dubai.

US-Finanzminister will US-iranische Einigung nicht bestätigen

US-Finanzminister Scott Bessent hat Berichte über eine vorläufige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zur Verlängerung der Waffenruhe nicht bestätigt. Bei einer Presseunterrichtung im Weißen Haus wurde Bessent wiederholt nach Berichten gefragt, wonach Unterhändler beider Länder sich auf eine Absichtserklärung geeinigt hätten. Er habe vor dem Termin nicht mit US-Präsident Donald Trump über die Angelegenheit gesprochen, sagte Bessent. „Es ist immer ein Fehler, dem Präsidenten vorzugreifen“, erklärte er. „Es wird also alles die Entscheidung des Präsidenten sein.“

Bessent betonte zugleich, Trump habe klargemacht, dass es keinen Deal geben könne, solange Teheran nicht der Wiederöffnung der Straße von Hormus zustimme, sein hochangereichertes Uran aufgebe und zusichere, niemals ein Atomwaffenprogramm zu betreiben.

Iran: Einigung auf Rahmenabkommen mit USA weder fertig noch bestätigt

Eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtete die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei. 

Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, teilte die Quelle laut Tasnim weiter mit. Sie fügte hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien.

USA und Iran einigen sich offenbar auf Verlängerung der Waffenruhe

Israel bricht Kontakt zu UN-Generalsekretär Guterres ab

Die israelische UN-Vertretung in New York bricht ihren Kontakt mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen unter António Guterres ab. „Die Entscheidung, Israel auf eine schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexuelle Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist eine ungeheuerliche Entscheidung“, begründete Botschafter Danny Danon die Entscheidung und sprach von einer „Kampagne“ gegen sein Land. „Wir sind fertig mit diesem Generalsekretär!“ schrieb Danon auf der Plattform X. 

Laut dem israelischen Außenministerium sind Einrichtungen des Landes in den Anhang eines alljährlichem vom Büro des Generalsekretärs erstellten Berichts über sexuelle Gewalt in Konflikten aufgenommen worden. Der Bericht ist noch nicht öffentlich. In der Vergangenheit enthielt er eine Liste mutmaßlicher Verantwortlicher für sexuelle Gewalt in Kriegen – darunter waren für 2024 etwa die islamistische Hamas oder die IS-Miliz. 

Der Sprecher des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, erklärte, man habe aus den sozialen Medien von der israelischen Entscheidung erfahren und sei jederzeit bereit für Gespräche. Über den Inhalt des Berichts konnte Dujarric keine Auskunft geben.

Iranischer UN-Botschafter wirft USA Verstöße gegen UN-Charta vor

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani hat den USA Verstöße gegen die UN-Charta vorgeworfen. Das Vorgehen Washingtons folge einem Muster von „Zwang, Einschüchterung und Einmischung“, sagte er am Donnerstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Es verstoße gegen die UN-Charta, bedrohe die Souveränität und Unabhängigkeit von Staaten und gefährde Frieden und Sicherheit in der Welt.

Iravani warf nicht näher genannten Ländern vor, die Ursachen der aktuellen Lage in der Region zu ignorieren und die Schuld zu Unrecht dem Iran zuzuschieben. Das Vorgehen der Islamischen Republik sei vom Völkerrecht gedeckt. Der Iran habe nicht zulassen können, dass eine so wichtige Wasserstraße als Korridor für feindliche Handlungen und militärische Aggression gegen seine Souveränität, sein Territorium und seine lebenswichtigen Interessen genutzt werde.

Netanjahu plant Ausweitung der Militärkontrolle im Gazastreifen

Israel will seine militärische Kontrolle über den Gazastreifen ausweiten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte laut einer von dem Sender Channel 12 mitgeschnittenen Rede, derzeit kontrolliere die Armee 60 Prozent und seine Anweisung laute, auf 70 Prozent zu kommen. 

Auf den Zwischenruf eines Zuhörers, Israel solle 100 Prozent einnehmen, antwortete Netanjahu laut der Zeitung „Times of Israel“, man gehe „Schritt für Schritt“ vor – zuerst 70 Prozent, damit fange man an. Bei Inkrafttreten der von den USA vermittelten Waffenruhe im Oktober 2025 lag der israelische Kontrollbereich noch bei 53 Prozent der Fläche. Das Palästinensergebiet umfasst eine Fläche von rund 365 Quadratkilometern und ist damit in etwa so groß wie München oder Bremen.

Vermittler Pakistan schickt Außenminister nach Washington

Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar reist inmitten der Vermittlungsbemühungen seines Landes im Irankrieg am Freitag nach Washington. Bei einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio solle über die bilateralen Beziehungen sowie regionale und globale Entwicklungen von gemeinsamem Interesse beraten werden, teilt das Außenministerium in Islamabad mit. Pakistan versucht, seit Wochen ein Friedensabkommen zur dauerhaften Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran auszuhandeln.

Ishaq Dar: Der pakistanische Außenminister soll in Washington seinen US-Amtskollegen Marco Rubio treffen. dpa

Israels Armee meldet Angriff in Beirut

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz geltender Waffenruhe in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Sie sprach von einem „gezielten“ Angriff, weitere Details nannte das Militär zunächst nicht. 

Während die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zuletzt wieder zugenommen haben, gab es in Beirut seit Beginn einer offiziell seit Mitte April geltenden Feuerpause nur einen Angriff vor rund drei Wochen. Ziel war israelischen Angaben zufolge damals ein Kommandeur der Radwan-Einheit der libanesischen Hisbollah-Miliz gewesen.

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