Iran-Krieg: Iran meldet US-israelische Angriffe auf Atomanlage in Natans
Israelische Soldaten: Das israelische Militär hat bestritten, hinter einem Luftangriff auf die iranische Atomanlage Natans zu stecken. (Archivbild) Foto: REUTERS
Saudi-Arabien weist iranischen Militärattaché und Diplomaten aus
Saudi-Arabien weist den iranischen Militärattaché und vier weitere Botschaftsangehörige aus. Sie seien zu unerwünschten Personen erklärt worden und müssten das Land innerhalb von 24 Stunden verlassen, teilt das Außenministerium in Riad mit. Zur Begründung verweist das Ministerium auf anhaltende iranische Angriffe auf saudiarabisches Staatsgebiet.
Iran-Krieg: EU-Länder sollen Füllziel für Gasspeicher senken
Wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Energiepreise hat die Europäische Kommission Deutschland und die anderen EU-Staaten zur Senkung des Füllziels für ihre Gasspeicher aufgefordert. Der Schritt könne dazu beitragen, die Gasnachfrage in Zeiten angespannter Versorgung zu senken und den Druck auf die Preise zu mindern, schrieb der zuständige EU-Kommissar Dan Jørgensen in einem Brief an die Mitgliedstaaten. In Erwägung gezogen werden sollte eine Senkung des Füllziels von normalerweise 90 auf 80 Prozent.
Großbritannien lehnt von Stützpunkten auf Zypern ausgehende Angriffe ab
Großbritannien lehnt Angriffe auf den Iran ab, die von seinen Militärstützpunkten auf Zypern aus gestartet werden sollten. Dies teilt die zyprische Regierung unter Berufung auf ein Telefonat zwischen dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides mit. Starmer habe bekräftigt, dass die Sicherheit Zyperns für Großbritannien von grundlegender Bedeutung sei. Daher würden die bereits bestehenden Präventivmaßnahmen verstärkt. Großbritannien unterhält seit der Unabhängigkeit Zyperns zwei Stützpunkte auf der Mittelmeerinsel.
Iran: Haben Luftwaffenstützpunkte in Emiraten und Kuwait angegriffen
Iranische staatliche Medien berichten, die Marine der Revolutionsgarden habe Raketen und Drohnen auf die Luftwaffenstützpunkte Al-Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ali al-Salem in Kuwait abgefeuert. Beide Stützpunkte seien für Angriffe auf iranische Inseln im Persischen Golf benutzt worden.
Iranische Medien: Ein Kind offenbar bei Angriffen im Südwesten getötet
Bei israelischen oder amerikanischen Angriffen im Südwesten des Irans ist iranischen Nachrichtenagenturen zufolge mindestens ein Kind ums Leben gekommen. Das Opfer sei in der Freizeitanlage Ritadsch in Ahwas in der Provinz Chusestan getötet worden, hieß es. Zudem sei ein Krankenhaus in der Provinz beschädigt worden.
Israel bestreitet Luftangriff auf iranische Atomanlage
Das israelische Militär hat bestritten, hinter einem Luftangriff auf die iranische Atomanlage Natans zu stecken. Man sei sich keiner israelischen Angriffe in der Region bewusst, teilte das Militär am Samstag mit. Zuvor hatte die amtliche iranische Nachrichtenagentur Misan berichtet, dass es einen Luftangriff auf Natans gegeben habe. Es sei nach dem Angriff am Samstag keine radioaktive Strahlung ausgetreten.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte in den sozialen Medien mit, dass Teheran sie über den Angriff informiert habe. Es gebe keine Berichte, dass die Strahlung in der Umgebung der Anlage zugenommen habe.
Iran: Bedingung für Kriegsende ist sofortiges Ende der Angriffe
Der Iran fordert ein sofortiges Ende der „Aggression der USA und Israels“, um den Krieg in der Region zu beenden. Das teilt die iranische Botschaft in Indien mit. Zuvor hatte Irans Präsident Massud Peseschkian mit dem indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi telefoniert. Dabei habe Peseschkian zu Modi gesagt, es müsse Garantien geben, um eine Wiederholung solcher Aggressionen in Zukunft zu verhindern, so die Botschaft. Peseschkian habe die großen Schwellenländer der BRICS-Gruppe aufgefordert, eine unabhängige Rolle bei der Beendigung der Aggression gegen den Iran zu spielen.
Kongressmitglieder wollen von Trump Antworten zur Kriegsstrategie
Vertreter des US-Kongresses machen sich zunehmend Gedanken darüber, wann und wie der Krieg gegen den Iran zu Ende gehen wird – und welche Kosten damit verbunden sind. Drei Wochen nach Kriegsbeginn ist schon klar, dass mindestens 13 US-Soldaten ums Leben gekommen und mehr als 230 verletzt worden sind. Verbündete Länder sind unter Beschuss geraten, die Ölpreise sind stark angestiegen und Tausende US-Militärangehörige werden im Nahen Osten stationiert, ohne dass ein Ende des Kriegs absehbar ist.
„Die wahre Frage lautet: Was versuchen wir letztendlich zu erreichen?“, sagte der republikanische US-Senator Thom Tillis der Nachrichtenagentur AP. „Ich unterstütze generell alles, was die Mullahs ausschaltet“, sagte er. „Aber am Ende des Tages muss es eine strategische Artikulation der Strategie geben, was unsere Ziele sind“.
IAEA warnt nach erneutem Angriff auf Atomanlage
Im Iran-Krieg hat Teheran einen weiteren Angriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet. Erhöhte Strahlungswerte wurden nach iranischen Angaben bisher nicht festgestellt. Nach dem erneuten Angriff auf den Komplex südlich der Hauptstadt Teheran rief die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Kriegsparteien zur militärischen Zurückhaltung auf. Es gelte, jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden, schrieb IAEA-Chef Rafael Grossi auf der Online-Plattform X.
US-Militär: Bereits gut 8.000 iranische Ziele angegriffen
Das US-Militär hat bei seiner mittlerweile dreiwöchigen Offensive gegen den Iran nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Ziele angegriffen. Darunter befänden sich auch 130 iranische Schiffe, sagte der Befehlshaber des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. „Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg“, fügte er hinzu.
Cooper bekräftigte das Ziel, die iranische Bedrohung des freien Warenverkehrs durch die Straße von Hormus zu bekämpfen. Anfang der Woche habe das US-Militär mehrere 5.000-Pfund-Bomben auf eine unterirdische Anlage an der iranischen Küste abgeworfen und zerstört. Diese sei von Teheran genutzt worden, um etwa Raketenwerfer und andere Ausrüstung zu lagern, die eine „erhebliche Gefahr“ für die internationale Schifffahrt dargestellt hätten.
Deutschland und andere Länder fordern Iran zum Ende von Angriffen auf
22 Länder haben den Iran zum Ende von Angriffen und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus aufgerufen. Die Länder, darunter Deutschland, Frankreich, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Großbritannien, Japan, Südkorea und Australien verurteilten am Samstag die iranischen Angriffe auf kommerzielle Schiffe sowie Öl- und Gasanlagen in der Region. „Menschen in allen Teilen der Welt werden die Auswirkungen der Maßnahmen des Irans zu spüren bekommen, vor allem die Verwundbarsten“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.
Irans Revolutionsgarden kündigen neue Strategien an
Drei Wochen nach Kriegsbeginn zeigt sich der Iran weiterhin kämpferisch. Nach Angaben der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews erklärte der Geheimdienst der Revolutionsgarden, man habe die „verwundbaren Punkte des Feindes“ analysiert und bereite eine neue Angriffswelle „mit neuen Strategien und moderneren Systemen“ vor. Die Garden erneuerten ihre Drohung mit Vergeltung für Angriffe auf die Infrastruktur des Landes.
Ali-Akbar Welajati, der außenpolitische Berater des obersten Führers, sagte laut der Nachrichtenagentur Isna, Washington und Tel Aviv redeten „so sehr von Sieg, als wollten sie sich selbst davon überzeugen“. Die Welt werde „nach dieser Krise“ eine andere sein – „multipolar und mit dem Iran als Hauptachse des islamischen Pols“.
In einer im Fernsehen verlesenen Rede zum persischen Neujahr, die dem neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei zugeschrieben wird, hieß es außerdem, der Feind sei gebrochen und der endgültige Sieg nahe.
Irak: Iran liefert wieder Gas an uns
Der Irak teilt mit, der Iran habe seine Gaslieferungen an den Irak wieder aufgenommen. Es würden fünf Millionen Kubikmeter pro Tag geliefert, erklärt das irakische Energieministerium nach Angaben staatlicher Medien. Die Lieferungen waren eingestellt worden, nachdem Israel am Mittwoch das wichtigste iranische Gasfeld, South Pars, angegriffen hatte.
Iran: USA und Israel greifen Urananreicherungsanlage in Natans an
Der Iran hat einen Luftangriff auf seine Atomanlage Natans gemeldet. Es sei nach dem Angriff am Samstag keine radioaktive Strahlung ausgetreten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Misan. Die Atomanlage war bereits in der ersten Woche des aktuellen Kriegs der USA und Israels gegen den Iran, der am 28. Februar begonnen hat, getroffen worden. Wie Satellitenbildern zu entnehmen war, wurden dabei offenbar mehrere Gebäude beschädigt.
Natans liegt etwa 220 Kilometer südöstlich von Teheran und war auch beim zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Sommer angegriffen worden. Auch die USA nahmen die Anlage ins Visier. Natans ist die wichtigste Atomanlage des Irans für die Anreicherung von Uran.
Gefechte zwischen israelischen Soldaten und Hisbollah-Kämpfern
Israelische Soldaten haben im Süden des Libanons gegen Mitglieder der militant-islamistischen Hisbollah gekämpft. Das israelische Militär teilte mit, seine Truppen hätten am Samstag in der Gegend einen „gezielten Bodeneinsatz“ ausgeführt, als es zu den Gefechten gekommen sei. Vier israelische Kampfflugzeuge hätten eingegriffen und mehrere Extremisten beschossen. Mindestens vier davon seien getötet worden. Die Hisbollah teilte mit, ihre Kämpfer hätten im südlibanesischen Dorf Chiam gegen israelische Soldaten gekämpft.
Indischer Ministerpräsident spricht mit iranischem Präsidenten
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian gesprochen, wie er auf der Plattform X schreibt. Er verurteile Angriffe auf kritische Infrastruktur im Nahen Osten. Zugleich bekräftigte Modi, es sei wichtig, dass Schifffahrtswege offen und sicher blieben.
Großbritannien verurteilt iranische Angriffe
Die britische Regierung hat nach iranischem Beschuss eines Luftwaffenstützpunkts Großbritanniens und der USA im Indischen Ozean dem Iran „rücksichtslose Angriffe“ vorgeworfen. Dass Teheran die Region angreife und die Straße von Hormus blockiere, sei „eine Gefahr für britische Interessen und britische Verbündete“, teilte das britische Verteidigungsministerium am Samstag mit.
Großbritannien hat bislang keine Details zu dem gescheiterten Angriff auf den Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia genannt. Es ist unklar, wie nahe die iranischen Raketen der Anlage kamen. Diese befindet sich etwa 4.000 Kilometer vom Iran entfernt.
Insider: Trumps „Friedensgremium“ hat Hamas Plan zur Entwaffnung vorgelegt
Das von US-Präsident Donald Trump gegründete „Friedensgremium“ hat der radikal-islamischen Hamas Insidern zufolge einen Vorschlag zu deren Entwaffnung vorgelegt. Der Plan sei der Palästinenser-Organisation vergangene Woche bei einem Treffen in Kairo übergeben worden, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit sollen die Bemühungen zur Befriedung und zum Wiederaufbau des Gazastreifens vorangetrieben werden. Die Hamas lehnt eine Niederlegung der Waffen bislang ab.
An den Gesprächen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo nahmen den Insidern zufolge der Gaza-Gesandte des Gremiums, Nikolaj Mladenow, sowie Aryeh Lightstone teil – ein Berater von Trumps Sondergesandtem Steve Witkoff. Mladenow hatte am Donnerstag auf der Plattform X erklärt, es gebe ernsthafte Bemühungen um den Wiederaufbau des kriegszerstörten Gazastreifens.
Die Vermittler hätten sich auf einen Rahmen geeinigt. „Er liegt nun auf dem Tisch“, schrieb Mladenow. „Er erfordert eine klare Entscheidung: die vollständige Entwaffnung der Hamas und aller bewaffneten Gruppen, ohne Ausnahmen und ohne Sonderregelungen.“
Israels Verteidigungsminister: Verstärkung der Iran-Angriffe
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat für die kommenden Tage eine weitere Verstärkung der Angriffe Israels und der USA im Iran angekündigt. Ziele seien dabei die iranische Führung und die Infrastruktur, auf die sie sich stütze, sagte Katz nach Angaben seines Büros nach einer Beratung mit ranghohen Militärs im Armeehauptquartier in Tel Aviv.
„In dieser Woche wird die Intensität der Angriffe (…) deutlich zunehmen“, sagte er. In Israel beginnt die neue Woche jeweils sonntags. Man sei entschlossen, den Kampf gegen den iranischen Machtapparat fortzusetzen, „seine Kommandeure zu enthaupten und seine strategischen Fähigkeiten zu zerstören – bis jede Sicherheitsbedrohung für den Staat Israel und die Interessen der USA in der Region beseitigt ist“, sagte Katz.
Irak: Offizier bei Drohnenangriff nahe Geheimdienstzentrale getötet
Bei einem Drohnenangriff in der Nähe der irakischen Geheimdienstzentrale in Bagdad ist ein Offizier getötet worden, wie der Nationale Geheimdienst mitteilt. Die Drohne sei von „kriminellen Gruppen“ abgefeuert worden.
Putin: Russland ist verlässlicher Partner des Irans
Der russische Präsident Wladimir Putin hat der iranischen Führung zum Neujahrsfest Nourus gratuliert und dabei die Partnerschaft beider Länder bekräftigt. „Wladimir Putin wünscht dem iranischen Volk, die harten Prüfungen mit Würde zu überstehen, und betont, dass Moskau in dieser schwierigen Zeit ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibt“, teilte der Kreml mit.
Bericht: EU-Kommission will niedrigere Gasspeicherziele
Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten einem Bericht der „Financial Times“ zufolge aufgefordert, die Zielvorgaben für die Gasspeicher zu senken und die Reserven nur schrittweise aufzufüllen. EU-Energiekommissar Dan Jorgensen weise die Länder in einem Brief an, das Speicherziel auf 80 Prozent der Kapazität und damit um zehn Prozentpunkte unter die offizielle Vorgabe zu senken. Dies solle so früh wie möglich geschehen, um den Marktteilnehmern Sicherheit zu geben.
USA verleihen 45 Millionen Barrel Öl aus strategischer Reserve
Die US-Regierung hat zur Dämpfung der hohen Ölpreise 45,2 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve an Energiekonzerne verliehen. Zu den Unternehmen, die Öl bekommen, gehören unter anderem BP, Shell, Marathon Petroleum und Vitol, teilte das Energieministerium mit.
Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen.
Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben. Durch den Iran-Krieg sind die Ölpreise stark gestiegen.
Neue gegenseitige Angriffe Israels und des Irans
Drei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs setzen Israel und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe fort. In der Nacht und am Morgen gab es nach israelischen Militärangaben Raketenangriffe aus dem Iran auf Israel. Rettungskräfte seien unterwegs zu mehreren Einschlagsorten im Großraum Tel Aviv, teilte die Armee mit. Es gab Bilder der Zerstörung, aber keine Berichte zu Verletzten.
Die israelische Armee griff in der Nacht erneut Ziele im Iran und im Libanon an. Am Morgen teilte das Militär mit, israelische Bodentruppen hätten im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der proiranischen Hisbollah-Miliz beschossen. Ein Hisbollah-Mitglied sei bei einem Schusswechsel getötet worden. Drei weitere seien durch Panzerfeuer ums Leben gekommen. Auch aus der Luft sei die Gruppe beschossen worden.
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