Iran-Krieg: Votum über Hormus-Resolution im UN-Sicherheitsrat verschoben
Der UN-Sicherheitsrat: Die Abstimmung über eine abgeschwächte Hormus-Resolution nach Widerstand von China und Russland wurde vertagt. (Archivbild) Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa
Iranische Medien: Erneut Hinrichtung zweier Oppositioneller
Im Iran sind einem Medienbericht zufolge erneut zwei Oppositionelle hingerichtet worden. Die beiden Männer hätten Verbindungen zur Organisation der Volksmudschahedin gehabt und seien wegen bewaffneter Angriffe verurteilt worden, melden iranische Medien. Details werden zunächst nicht bekannt. In den vergangenen Tagen hat es immer wieder Exekutionen von Gegnern der iranischen Führung mit diesem Hintergrund gegeben.
Lufthansa-Vorständin Vittadini warnt vor Versorgungsengpässen bei Flugkraftstoff
Der Lufthansa-Konzern befürchtet, dass es im Falle eines länger anhaltenden Kriegs in Nahost zu Engpässen bei der Kerosin-Versorgung kommen könnte. „Die Frage der Verfügbarkeit von Flugkraftstoff ist an einigen asiatischen Flughäfen bereits jetzt schwierig“, sagte Grazia Vittadini, Vorständin für Technik, IT und Innovation, im Interview mit der „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt, desto kritischer kann die Versorgungssicherheit mit Kerosin werden“, so die Lufthansa-Managerin weiter.
Weil die Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr sicher zu passieren ist, führen Lieferengpässe schon jetzt zu einem drastischen Anstieg der Kerosinpreise, teilweise um mehr als 100 Prozent. Die Airlines der Lufthansa-Gruppe seien dagegen nur teilweise abgesichert, so Vittadini. „Für unsere Passagier-Airlines wird der Ölpreisanstieg durch eine Absicherungsquote von 80 Prozent des Treibstoffbedarfs im laufenden Jahr noch weitgehend abgepuffert. Aber natürlich treffen auch uns die steigenden Kerosinpreise.“
Dubai: Trümmerteile treffen US-Niederlassung nach Luftabwehreinsatz
Nach einem Luftabwehreinsatz in Dubai stürzen Trümmerteile auf ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle. Bei dem Vorfall im Technologiepark Internet City gibt es nach Angaben der Behörden des Emirats keine Verletzten. Oracle steht auf einer Liste von 18 US-Unternehmen, die die iranischen Revolutionsgarden als Vergeltung für Angriffe auf ihr Land zu Zielen erklärt haben.
Israel greift Ziele in Beirut an – Sirenen in Bahrain
Das israelische Militär attackiert nach eigenen Angaben Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz in Beirut. Unterdessen heulen in Bahrain dem dortigen Innenministerium zufolge die Warnsirenen.
US-Erzbischof stellt Rechtfertigung für Iran-Krieg infrage
Der für die seelsorgerliche Betreuung im US-Militär zuständige Erzbischof Timothy Broglio hält den Krieg gegen den Iran nach ethischen Maßstäben für ungerechtfertigt. In einem Interview des Nachrichtensenders CBS News entgegnete Broglio auf die Frage, ob der Krieg legitim sei: „Gemäß der Lehre vom gerechten Krieg ist er es nicht.“ Dabei verwies er auf das Szenario einer nuklearen Bedrohung.
Wirtschaftsweise Grimm warnt vor Stagnation wegen Iran-Krieg
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt vor den ökonomischen Folgen des Iran-Krieges und hält eine Stagnation in Deutschland für möglich. „Die Auswirkungen werden länger spürbar sein, als es zunächst erwartet wurde“, sagt die Ökonomin einem Vorabbericht der „Rheinischen Post“ zufolge. Dass die Forschungsinstitute für 2026 noch mit einem Wachstum von 0,6 Prozent rechnen, nennt sie optimistisch. So passieren 20 Prozent der Öl- und Flüssiggastransporte sowie ein Drittel der Düngemittellieferungen die Straße von Hormus, zudem seien viele Förderanlagen zerstört. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft seien daher gravierend.
Votum über Hormus-Resolution im UN-Sicherheitsrat verschoben
Eine für diesen Samstag geplante Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine von Bahrain eingebrachte Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus ist kurzfristig verschoben worden. Das Votum solle kommende Woche stattfinden, teilten zwei Diplomaten am Freitag (Ortszeit) in New York mit. Der Resolutionsentwurf, in dem zunächst vom Einsatz „aller notwendigen Mittel“ für den Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus die Rede war, wurde nach Widerstand der Veto-Mächte China und Russland deutlich abgeschwächt.
Im Text, über den am Samstag hätte abgestimmt werden sollen, werden nur Verteidigungsmaßnahmen zur Sicherung der für den globalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge gebilligt, und keine Offensivaktionen, die von arabischen Golfstaaten und den USA unterstützt wurden.
Bahrain hat derzeit den Vorsitz im mächtigsten UN-Gremium inne. Die Verschiebung der Abstimmung über die Resolution deuteten Beobachter als Hinweis darauf, dass selbst die abgeschwächte Version für Russland und China nach wie vor inakzeptabel ist.
Explosionen in Damaskus: Israel fängt iranische Raketen ab
In der syrischen Hauptstadt Damaskus und Umgebung sind Explosionen zu hören. Dem syrischen Staatsfernsehen zufolge löse das Abfangen iranischer Raketen durch die israelische Luftabwehr die Detonationen aus.
Israelisches Militär: erneute Raketenangriffe aus dem Iran
Das israelische Militär hat in der Nacht mehrfach Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte die Armee auf Telegram mit. Die Bewohner der betroffenen Gebiete seien per Handy-Mitteilung angewiesen worden, Schutzräume aufzusuchen und diese erst auf ausdrückliche Anweisung wieder zu verlassen.
Insider: Iran dürfte Straße von Hormus vorerst geschlossen halten
US-Geheimdienstberichte kommen Insidern zufolge zu dem Schluss, dass der Iran die Straße von Hormus vorerst nicht wieder öffnen wird. Die Kontrolle über die wichtigste Ölroute der Welt sei das einzige echte Druckmittel der Islamischen Republik gegen die USA, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung in Teheran wolle die Energiepreise hoch halten, um US-Präsident Donald Trump zu einem raschen Ende des seit fast fünf Wochen andauernden Krieges zu drängen. Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärt dagegen, Trump sei zuversichtlich, dass die Meerenge „sehr bald“ wieder befahrbar sein werde.
Irans Staatsmedien melden Abschuss von weiterem US-Kampfflugzeug
Iranische Staatsmedien haben unter Berufung auf das Pressebüro der Armee den Abschuss eines weiteren US-Kampfflugzeugs gemeldet. Die Maschine des Typs A-10 sei von der iranischen Flugabwehr getroffen worden. Weitere Informationen, etwa zum Verbleib von Besatzungsmitgliedern, lagen zunächst nicht vor.
Zuvor hatten US-Kreise der Nachrichtenagentur AP bestätigt, dass ein weiteres US-Kampfflugzeug abgestürzt sei. Zuerst hatte die „New York Times“ darüber berichtet. Das Pentagon und das Weiße Haus reagierten nicht umgehend auf Bitten um Stellungnahme.
Pentagon zu Ausschuss: Verbleib von Jet-Besatzungsmitglied unklar
Das US-Verteidigungsministerium hat den Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses über den ungeklärten Verbleib eines Besatzungsmitglieds nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran informiert. Ein Kongressmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, sagte der Nachrichtenagentur AP, das Pentagon habe erklärt, dass ein Besatzungsmitglied gerettet worden sei, der Status des zweiten jedoch unklar sei.
Trump: Abschuss von US-Kampfjet hat keinen Einfluss auf Verhandlungen
US-Präsident Donald Trump hat einen Kommentar zum Such- und Rettungseinsatz nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Südwesten des Irans abgelehnt. In einem kurzen Telefoninterview mit NBC News antwortete er jedoch auf die Frage, ob der Vorfall Verhandlungen mit dem Iran beeinflussen werde: „Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg.“
US-Botschaft warnt: Angriffe auf Unis im Libanon möglich
Die US-Botschaft in Beirut warnt vor möglichen Angriffen des Irans und verbündeter terroristischer Milizen auf Universitäten im Libanon. Der Iran habe insbesondere gegenüber amerikanischen Universitäten im Nahen Osten Drohungen ausgesprochen, schrieb die Botschaft in einer Sicherheitswarnung.
Abschuss von Kampfjet: Iranischer Parlamentspräsident verspottet USA
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat nach dem Abschuss eines US-Kampfjets die USA verspottet. Der „brillante Krieg ohne Strategie“ sei nun von der Zielsetzung eines „Regimewechsels“ im Iran heruntergestuft worden auf die Frage: „Hey! Kann jemand bitte unsere Piloten finden?“, kommentierte Ghalibaf den Vorfall auf der Plattform X. „Was für ein unglaublicher Fortschritt. Absolute Genies“, schrieb Ghalibaf.
US-Präsident Donald Trump hatte in einer Rede an die Nation am Mittwochabend (Ortszeit) von erheblichen Fortschritten bei dem Feldzug gesprochen – die Kriegsziele der USA seien nahezu erreicht.
Frankreich fordert EU-Untersuchung von Raffinerien
Frankreich fordert von der EU-Kommission eine Untersuchung des europäischen Raffineriesektors. Damit solle sichergestellt werden, dass es angesichts der steigenden Ölpreise keinen Marktmissbrauch gebe, sagt der französische Finanzminister Roland Lescure dem Fernsehsender France 5. Er habe der Brüsseler Behörde einen entsprechenden Brief geschrieben.
Blatt: Zweiter US-Jet abgestürzt – Pilot gerettet
In der Golfregion ist einem Zeitungsbericht zufolge heute ein zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt. Die Maschine vom Typ A-10 Warthog sei nahe der Straße von Hormus etwa zur selben Zeit verunglückt, zu der ein Kampfjet vom Typ F-15E über dem Iran abgeschossen worden sei, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf zwei Insider. Der Pilot der A-10 sei gerettet worden. Eine Stellungnahme der US-Regierung liegt zunächst nicht vor.
Agentur: Iran lehnt US-Vorschlag für Feuerpause ab
Die Regierung in Teheran hat einem iranischen Medienbericht zufolge einen Vorschlag der USA für eine Feuerpause abgelehnt. Diese habe 48 Stunden dauern sollen, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider. Eine Stellungnahme aus Washington liegt zunächst nicht vor.
Abu Dhabi: Ein Toter bei Angriff auf Erdgas-Anlage
Bei einem abgefangenen Angriff auf die Erdgas-Anlage Habschan in Abu Dhabi ist nach offiziellen Angaben ein ägyptischer Staatsbürger durch herabfallende Trümmerteile ums Leben gekommen. Vier weitere Menschen hätten leichte Verletzungen erlitten, teilt das Medienbüro von Abu Dhabi mit. Bei ihnen handele es sich um zwei Ägypter und zwei Pakistaner. An den Energieanlagen sei erheblicher Schaden entstanden, heißt es weiter. Eine genaue Begutachtung dauere an.
Iran wirft IAEA Parteinahme für USA und Israel vor
Der Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA vorgeworfen, im Iran-Krieg Partei für die USA und Israel zu ergreifen. Die iranische Atomenergiebehörde beschuldigte die UN-Einrichtung am Freitag, zu Angriffen der USA und Israels auf iranische Atomanlagen zu schweigen. Die IAEA sei dabei nicht nur untätig, sondern mache sich der „Komplizenschaft mit Tätern“ schuldig, hieß es in einer Mitteilung, die die Behörde auf der Plattform X veröffentlichte.
Teheran habe ein Protestschreiben an den Generaldirektor der IAEA geschickt, Rafael Grossi. Das Verhalten der IAEA untergrabe deren ohnehin nur noch geringe Glaubwürdigkeit.
Türkei erhöht Strom- und Erdgaspreise um ein Viertel
Die Türkei erhöht die Strompreise für Privathaushalte wegen gestiegener Produktions- und Vertriebskosten um 25 Prozent. Auch die Erdgaspreise für Haushalte steigen im Schnitt um diesen Wert, teilt der staatliche Energieversorger Botas mit. Für Industriekunden verteuert sich Erdgas um 18,6 Prozent und für Kraftwerke um 19,4 Prozent. Die Stromtarife klettern zudem für den öffentlichen Sektor und Dienstleister um 17,5 Prozent, für die Industrie um 5,8 Prozent und für die Landwirtschaft um 24,8 Prozent. Die neuen Preise gelten ab sofort.
Drei UN-Friedenssoldaten bei Explosion im Libanon verletzt
Bei einer Explosion im Süden des Libanons sind drei Soldaten der UN-Friedensmission Unifil verletzt worden. Zwei der Soldaten hätten bei der Detonation in ihrer Stellung in Al-Adaissah am Freitag schwere Verletzungen erlitten, teilte die Friedensmission mit. Die Ursache der Explosion war zunächst unklar.
Unifil erinnerte das israelische Militär, die Schiitenmiliz Hisbollah und andere Konfliktparteien in der Region an ihre Verpflichtung, die Sicherheit der Friedenssoldaten zu gewährleisten. Dazu gehöre auch, Kämpfe in der Nähe von Einrichtungen und Stellungen der Mission zu vermeiden. Es sei eine schwierige Woche für die Blauhelme gewesen. Ende März waren im Libanon drei UN-Friedenssoldaten aus Indonesien getötet worden. Weitere Soldaten wurden verletzt.
Iran-Krieg: Renommierte Universität in Teheran getroffen
Bei den jüngsten Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran ist erneut eine renommierte Universität in der Hauptstadt Teheran getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurden bei der Attacke am Nachmittag (Ortszeit) das medizinische Forschungsinstitut sowie das Laborgebäude der Beheschti-Universität fast vollständig zerstört. Zudem sei auch das Studentenwohnheim auf dem Uni-Gelände stark beschädigt worden.
Iran lehnt Treffen mit USA ab – Gespräche in Sackgasse
Der Iran ist einer Zeitung zufolge in den kommenden Tagen nicht zu einem Treffen mit US-Vertretern in Islamabad bereit. Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtet das „Wall Street Journal“. Damit stecken die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran dem Blatt zufolge in einer Sackgasse.
Schriftverkehr: Absturz von US-Kampfjet im Iran war Abschuss
Der über dem Iran abgestürzte US-Kampfjet wurde laut dem US-Militär abgeschossen. Das ging am Freitag aus einer E-Mail des US-Verteidigungsministeriums hervor, in die die Nachrichtenagentur AP Einblick erhielt. Das Militär erklärte darin, über den Abschuss eines Kampfflugzeugs im Nahen Osten informiert worden zu sein. Weitere Details enthielt die Mail nicht.
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