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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- US-Präsident Donald Trump erklärt, die indirekten Gespräche zwischen den USA und Iran könnten womöglich »recht schnell« in einem Deal enden. Er verhandle mit einer »neuen und vernünftigeren Regierung«.
- Die »sehr guten« Verhandlungen haben laut Trump auch dafür gesorgt, dass weitere Tanker die Straße von Hormus passieren dürfen. Gleichzeitig droht er mit einem Rundumschlag gegen iranische Infrastruktur, sollte das Regime die Straße nicht vollständig freigeben.
- Auch Iran äußert sich zu Gesprächen. Es gebe Botschaften über Mittelsmänner, die Vorschläge seien jedoch »unrealistisch, unlogisch und überzogen«, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran.
- Spanien lässt keine Flugzeuge mehr in seinen Luftraum, die mit dem Irankrieg in Verbindung stehen.
- Bei der Explosion eines Geschosses in einer Stellung der Uno-Friedenstruppen im Südlibanon wird ein Blauhelmsoldat getötet. Kuwait meldet ein Todesopfer nach einem Angriff gegen eine Energie- und Wasserentsalzungsanlage.
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📌 Donald Trump droht Iran mit Zerstörung von Kraftwerken, Ölquellen und Entsalzungsanlagen
US-Präsident Donald Trump hat Iran mit umfangreicher Zerstörung gedroht, sollte das Land die Straße von Hormus nicht für den Verkehr freigeben. Dies müsse »unverzüglich« geschehen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Andernfalls, so droht der US-Präsident, »werden wir unseren schönen ›Aufenthalt‹ in Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Charg (und möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig auslöschen, die wir absichtlich noch nicht ›angetastet‹ haben«.
Dies geschehe als Vergeltung für »unsere vielen Soldaten« und andere Menschen, die das iranische Regime während seiner 47-jährigen Schreckensherrschaft »abgeschlachtet und getötet« habe. Die USA verhandelten derzeit mit einer »neuen und vernünftigeren Regierung« über ein Ende des Kriegs.
Leseempfehlung: JD Vance als riskanter Vermittler
US-Vizepräsident JD Vance hat mit Blick auf den Irankrieg lange beschwichtigt, nun hat ihn Trump wohl zum Verhandler mit dem Regime in Teheran ernannt. Das kann ihn zum Helden machen, schreibt meine Kollegin Nicola Abé – oder seine Karriere gefährden. Lesen Sie hier mehr.
Ägyptens Präsident Sisi appelliert an Trump
Mit drängenden Worten hat sich Ägyptens Präsident Abdel Fattah el-Sisi an Donald Trump gewandt. Bei einer Energiekonferenz in Kairo sagte Sisi, dass nur Trump den Irankrieg stoppen könne. »Bitte helfen Sie uns, den Krieg zu stoppen. Nur Sie sind in der Lage dazu.« Ägypten bemüht sich seit Kriegsbeginn, zwischen Washington und Teheran zu vermitteln. Das Land unterhält gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und zu den Golfstaaten und verurteilte iranische Angriffe am Golf.
Sisi äußerte bei der Konferenz Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs, etwa durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Es drohten Ölpreise von mehr als 200 Dollar pro Barrel. Reiche Länder könnten dies vielleicht verkraften, sagte Sisi, die Folgen würden kleinere Volkswirtschaften aber heftig treffen.
Libanesische Armee meldet Tod eines Soldaten nach israelischem Angriff
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Armee deren Angaben zufolge getötet worden. Weitere seien verletzt worden, teilten die Streitkräfte mit. Israels Militär erklärte auf Anfrage, es gehe den Vorwürfen nach. In der Auseinandersetzung zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah ist die libanesische Armee keine Kriegspartei. Bei der jüngsten Eskalation wurden dennoch mehrere libanesische Soldaten getötet.
Nach Angaben der israelischen Armee wurde auch einer ihrer Soldaten im Südlibanon getötet. Der 19-Jährige kam demnach bereits am Sonntag ums Leben. Israelische Medien meldeten, er sei durch Raketenbeschuss der Hisbollah getötet worden.
Oliver Imhof
Auslandsressort

»New York Times«: Neue US-Rakete traf iranische Zivilisten
Nach Recherchen der »New York Times« soll eine neuartige US-Rakete bei einem ihrer Einsätze in Iran zivile Ziele getroffen haben. Die PrSM ist die Nachfolgerin der aus der Ukraine bekannten Atacms und wird von mobilen Raketenwerfern abgefeuert. Das neue Modell fliegt mit etwa 500 Kilometer Reichweite deutlich weiter und wurde im Irankrieg erstmals auf dem Schlachtfeld getestet.
Dabei sollen zwei Raketen in der Stadt Lamerd im Südiran zu Beginn des Krieges unter anderem ein Wohngebiet und die Turnhalle einer Schule getroffen haben. Nach iranischen Angaben kamen dabei mindestens 21 Menschen ums Leben. Die BBC hatte zunächst berichtet, dass es sich bei den verwendeten Waffen um PrSM gehandelt haben könnte. Eine forensische Bildanalyse der »New York Times« konnte die Vermutung nun bestätigen.
Ölpreise ziehen weiter an
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent nähert sich wieder seinem Zwischenhoch aus dem Irankrieg. Am Morgen lag der Ölpreis bei rund 115 Dollar (rund 100 Euro). Zwischenzeitlich stieg der Preis in der Nacht auf fast 117 Dollar. Das Zwischenhoch im Irankrieg lag bei 119,50 Dollar. Auch der Preis für die US-Sorte WTI zog zu Wochenbeginn wieder an, diese kostet derzeit fast 102 Dollar. Am Freitagmorgen waren es noch weniger als 95 Dollar gewesen.
Der Ölpreis reagiert empfindlich auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Nach Meldungen über Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gab er entsprechend nach, die sich fortsetzenden heftigen Angriffe in Iran dürften wieder für einen höheren Preis sorgen. Donald Trump sprach am frühen Morgen deutscher Zeit etwa von einem »großen Tag in Iran«.
Iran weist angebliche Vorschläge der USA als »unrealistisch« zurück
Laut dem Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, hat Iran über Mittelsmänner Botschaften erhalten, die auf eine Verhandlungsbereitschaft der USA hindeuten. Man habe die Vorschläge jedoch als »unrealistisch, unlogisch und überzogen« eingestuft, sagte Baqaei nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bei einer Pressekonferenz. »Unsere Position ist klar: Wir sind militärischen Angriffen ausgesetzt. Daher konzentrieren sich all unsere Anstrengungen und Kräfte auf unsere Verteidigung.«
Brand an Raffinerie in Haifa
An einer Ölraffinerie in der nordisraelischen Stadt Haifa ist nach einem Angriff ein Feuer ausgebrochen. Die Fernsehsender Kan und Channel 12 zeigten entsprechende Bilder.
Zunächst war unklar, ob die Anlage direkt getroffen wurde oder Trümmerteile eingeschlagen waren. Die Landesbehörde der israelischen Feuerwehr teilte später mit, dass Trümmer einer abgefangenen Rakete die Raffinerie beschädigt hatten. Bereits vor rund zwei Wochen war sie zum Ziel iranischer Angriffe geworden.
Irak meldet Beschuss von Luftwaffenstützpunkt
Nach Angaben des irakischen Verteidigungsministeriums ist der Luftwaffenstützpunkt »Martyr Muhammad Alaa« neben dem internationalen Flughafen in Bagdad angegriffen worden. Vom Stadtrand aus seien Raketen gestartet worden, heißt es in einer Mitteilung auf X. Dabei sei ein Militärflugzeug zerstört worden. Tote gab es demnach nicht.
Iran bestätigt Tod von Marinekommandeur
Der iranische Marinekommandeur Alireza Tangsiri lebt nicht mehr. Er sei seinen schweren Verletzungen erlegen, heißt es in einer Mitteilung der Revolutionswächter, über die iranische Medien berichten.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte bereits am Donnerstag erklärt, dass Tangsiri bei einem Luftangriff getötet wurde. Teheran hatte sich dazu zunächst nicht geäußert.
Katar verurteilt Angriff auf Kuwait
Das katarische Außenministerium hat Kuwait nach einem iranischen Angriff seine Solidarität zugesichert. Die »ungerechtfertigten iranischen Aggressionen gegen befreundete Staaten« müssten enden, schreibt das Ministerium auf X.
Bei dem Schlag gegen eine Energie- und Wasserentsalzungsanlage in Kuwait war nach Angaben des Energieministeriums ein Mensch getötet worden. Am Montagmorgen berichtete die Nationalgarde des Landes zudem davon, fünf Drohnen abgefangen zu haben.
Iran lässt laut Trump weitere Schiffe durch die Straße von Hormus
Der US-Präsident sprach von einem »riesigen Geschenk«: Am Donnerstag hatte Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus angegeben, dass Iran zehn Öltanker die Straße von Hormus hat passieren lassen. Jetzt sollen offenbar noch 20 weitere folgen.
Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf habe das »genehmigt«, sagte Trump laut einem Bericht der »New York Times«. Ihm zufolge sei das ein Zeichen dafür, dass die Verhandlungen »sehr gut« laufen.
Ministerium: Neue Spritpreisregel startet am 1. April
Die neue Preisregel für Tankstellen soll nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums am 1. April in Kraft treten. Eine Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist für den 31. März geplant, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Zuvor hatte »Bild« berichtet.
Mit der neuen Regel dürfen Tankstellen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um zwölf Uhr. Am Freitag setzte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Unterschrift unter das Gesetz. Damit wäre es eigentlich kurz danach in Kraft getreten.
Laut »Bild« hatte das Wirtschaftsministerium aber darauf hingewiesen, dass Mineralölkonzerne und das Kartellamt mehr Zeit benötigten. »Die beteiligten Akteure haben uns gebeten, für eine reibungslose Umsetzung auf ein Inkrafttreten zum 1. April hinzuwirken«, sagte ein Ministeriumssprecher. Das Bundesamt für Justiz hatte die digitale Veröffentlichung deshalb verzögert.
Israel und USA setzen Angriffe auf Iran fort
Die israelische Luftwaffe attackiert weiter Ziele in Iran: Es werde »militärische Infrastruktur« in der Hauptstadt Teheran attackiert, erklärt die Armee. Weitere Details nennt sie dabei nicht.
Kurz zuvor schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, das US-Militär habe »viele seit Langem verfolgte Ziele« in Iran angegriffen und zerstört: »Großer Tag in Iran.«
Leseempfehlung: Der Globale Süden zahlt den höchsten Preis
Die USA und Israel wollen das Regime in Teheran stürzen und treffen dabei die Falschen: die Menschen im Globalen Süden. Ihnen droht eine beispiellose Energie- und Hungerkrise. Deshalb muss dieser Krieg enden, schreibt unser Indien-Korrespondent Serafin Reiber im aktuellen SPIEGEL-Leitartikel.
Golfstaaten erneut unter Beschuss – ein Toter in Kuwait
Bei einem iranischen Angriff auf eine Energie- und Wasserentsalzungsanlage in Kuwait ist nach Angaben des Energieministeriums des Landes ein Mensch getötet worden. Der Angriff habe »den Tod eines indischen Arbeiters und erhebliche Sachschäden zur Folge gehabt«, erklärte das Ministerium bei X. Ein Betriebsgebäude der Anlage sei »im Rahmen der iranischen Aggression gegen den Staat Kuwait« attackiert worden.
Die Flugabwehr in Saudi-Arabien fing unterdessen erneut fünf ballistische Raketen ab, wie das Verteidigungsministerium bei X mitteilte. Die Geschosse hätten sich im Anflug auf den Osten des Landes befunden. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, woher die Raketen stammten.
Auch Bahrain, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate seien wieder unter Beschuss durch Drohnen und Raketen geraten, berichtete der arabische Fernsehsender Al Jazeera. Die Geschosse seien abgefangen worden.
Stromausfälle in Teheran nach neuen Angriffen
Iran meldet erneut schwere Angriffe der USA und Israels. Nach Angaben des iranischen Energieministeriums zielten die jüngsten Attacken auf Anlagen der Stromversorgung in der Hauptstadt Teheran. Infolgedessen kam es am Sonntagabend (Ortszeit) in verschiedenen Stadtteilen zu Stromausfällen. Einsatzteams seien in die betroffenen Gebiete entsandt worden, um die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen, berichtete der Staatssender Irib unter Berufung auf das Ministerium.
Die israelische Armee meldete unterdessen neue Angriffe auf Ziele der iranischen Führung in Teheran. Das Militär machte zunächst allerdings keine Angaben zu den genauen Zielen dieser Angriffswelle.
Israel fängt erneut Drohnen der Huthi-Miliz ab
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilt die israelische Armee mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.
Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den Irankrieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthis Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden. Die Miliz kontrolliert weite Teile des Jemen und erhält von der iranischen Führung militärische Unterstützung.
Selenskyj bietet Unterstützung bei Abwehr von Raketen- und Drohnenangriffen an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist heute zu einem Besuch in Jordanien eingetroffen. Bei einem Treffen mit König Abdullah sei unter anderem über eine mögliche Sicherheitspartnerschaft zur Abwehr von Raketen- und Drohnenangriffen gesprochen worden, teilte Selenskyj auf X mit.
Angesichts des Irankriegs biete die Ukraine Expertise in der Luftverteidigung an, so der Präsident weiter. »Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es ohne ein einheitliches System schlicht unmöglich ist, einen umfassenden Schutz für Menschen und kritische Infrastruktur aufzubauen«, erklärte er. Die Ukraine verfüge über ein solches System, da sie seit Jahren gezwungen sei, »uns gegen die ständigen russischen Angriffe, darunter auch solche mit iranischen Drohnen, zu verteidigen.«
IAEA meldet schwere Beschädigung an Atomanlage in Khondab
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat Satellitenbilder und Installationsdaten der Atomanlage im iranischen Khondab ausgewertet.
»Die Schwerwasserproduktionsanlage, die laut iranischen Angaben am 27. März angegriffen wurde, ist schwer beschädigt und außer Betrieb«, hieß es in einem Beitrag der IAEA auf X. Die Anlage enthalte allerdings »kein deklariertes nukleares Material«.
Der Schwerwasser-Forschungsreaktor nahe der Stadt Arak war bereits im Vorjahr bei einem US-israelischen Angriff getroffen worden. Damals hatte die IAEA klargestellt, dass an dem Reaktor noch gebaut worden und deshalb dort kein Nuklearmaterial vorhanden sei.
Pakistan will »in den kommenden Tagen« Vermittlungsgespräche ausrichten
Pakistan hat sich bereit erklärt, in den kommenden Tagen Gespräche zwischen den USA und Iran auszurichten. Das teilte der pakistanische Außenminister, Ishaq Dar, in einer Fernsehansprache mit. »Pakistan wird es als Ehre empfinden, in den kommenden Tagen bedeutsame Gespräche zwischen den beiden Seiten auszurichten und zu ermöglichen, um eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts zu erreichen«, sagte Dar.
Sein Land sei sehr erfreut darüber, dass sowohl Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistan als Vermittler bei diesen Gesprächen zum Ausdruck gebracht hätten, so der Minister weiter. Auch China unterstützte die anhaltende pakistanische Initiative, Gespräche zwischen Iran und den USA zu veranstalten, hieß es weiter.
Zuvor hatte Dar die Außenminister Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Türkei zu Gesprächen über den Irankrieg in Islamabad empfangen. Dazu hieß es von Dar, man habe sehr ausführlich über die aktuelle Lage in der Region gesprochen und mögliche Wege zu einem baldigen und dauerhaften Ende des Krieges erörtert.
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der Krieg in Nahost geht weiter, Israel und die USA greifen Ziele in Iran an, das Regime in Teheran reagiert mit Gegenattacken. Der SPIEGEL hält Sie über alle wichtigen Entwicklungen wie gewohnt auf dem Laufenden. Was zuvor geschah, können Sie hier nachlesen.
Mit Material der Agenturen




