Huthi-Miliz greift Israel an – Nahost-Konflikt eskaliert weiter
Die iranisch unterstützte Huthi-Miliz hat Israel zum zweiten Mal mit Drohnen und Raketen attackiert. Parallel bereitet das US-Militär offenbar Bodenoperationen vor, während Vermittler in Pakistan verhandeln.
Der Konflikt im Nahen Osten hat eine neue Stufe erreicht: Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz griff Israel Samstagmorgen und -abend mit Drohnen und Raketen an. Es sind die ersten derartigen Anschläge seit Beginn des aktuellen Krieges. Gleichzeitig setzt Israel seine Luftkampagnen fort und attackiert weiterhin Ziele im Iran und im Libanon.
Nach Medienberichten bereitet sich das Pentagon auf wochenlange Bodenoperationen iranischem Territorium vor – allerdings nicht auf eine vollständige Invasion, sondern auf spezialisierte Einsätze. Ob US-Präsident Trump diesem Plan zustimmt, bleibt unklar. Unterdessen treffen sich Außenminister aus Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei in Islamabad, um über eine mögliche Deeskalation zu beraten. Pakistan hat sich als Vermittler zwischen den USA und dem Iran angeboten.
Die Auswirkungen des Konfliktes sind spürbar: Dieselpreise sind um etwa 40 Cent pro Liter gestiegen, was die Transportbranche zu Forderungen nach staatlichen Entlastungen treibt. Im Libanon und Irak weiten sich die Kämpfe aus, im In- und Ausland wächst der Protest gegen die Eskalation. Der deutsche Bundestag bewertet die bisherigen Angriffe als Verstoß gegen internationales Recht.