Teheran lehnt Verhandlungen mit den USA ab
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärt, sein Land habe keine Absicht für direkte Gespräche mit Washington. Unterdessen intensivieren sich die Kämpfe zwischen Iran und Israel weiter.
Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA zeichnet sich derzeit keine Entspannung ab. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi betonte in einem Interview mit dem Staatsfernsehen, dass Teheran nicht bereit sei, mit Washington zu verhandeln. Zwar erhalte der Iran über verschiedene Vermittlerstaaten Botschaften aus den USA, doch handele es sich dabei nicht um echte Verhandlungen. Araghchi zufolge wäre es ein Eingeständnis der Niederlage, sich jetzt auf Gespräche einzulassen.
Die USA hatten dem Vernehmen nach einen 15-Punkte-Friedensplan entwickelt und lassen diesen über Länder wie Pakistan, die Türkei und Ägypten an den Iran herangetragen. Doch die iranische Seite pocht auf ihrer ablehnenden Haltung. Parallel dazu verschärft sich die militärische Lage: Israel und der Iran überziehen sich weiterhin mit Raketen und Drohnen. Nach israelischen Angaben gab es am Mittwoch mehrere iranische Angriffswellen, während Israel seinerseits Ziele im Iran bombardiert.
Die USA bereiten ihrerseits laut Berichten den Einsatz von Tausenden Spezialkräften in der Region vor. Gleichzeitig soll Washington zwei hochrangige iranische Politiker – Außenminister Araghchi und Parlamentssprecher Ghalibaf – vorläufig von Angriffen verschonen, um sie als mögliche Verhandlungspartner zu erhalten. Die Chancen für eine baldige Friedenseinigung werden jedoch als gering eingeschätzt.