Die US-Regierung hat laut einem Bericht den größten Flugzeugträger ihrer Marine, USS »Gerald R. Ford«, angewiesen, aus dem Karibischen Meer in Richtung Naher Osten auszulaufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person. Damit würden zwei Flugzeugträger und ihre Begleitschiffe in der Region operieren.
Der Flugzeugträger USS »Abraham Lincoln« war bereits vor mehr als zwei Wochen in der Golfregion eingetroffen.
Trump drohte in jüngsten Interviews mehrfach damit, einen zweiten Flugzeugträger in die Region zu schicken. Das Weiße Haus hat bislang keine Stellungnahme abgegeben.
Rund ein Dreivierteljahr nach dem letzten Einsatz gegen unterirdische Atomanlagen in Iran will das US-Militär außerdem Nachschub der massiven bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57 bestellen. Die Neuanschaffungen seien infolge des Einsatzes vom vergangenen Juni nötig, um die Lager wieder aufzufüllen, begründete das US-Verteidigungsministerium in der Ausschreibung. Die Bomben seien nötig, »um die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen«.
Der mit einem GPS-System präzisionsgelenkte Bunkerbrecher ist rund sechs Meter lang und 13,6 Tonnen schwer. Aufgrund ihrer Dimensionen und des hohen Gewichts kann die Bombe nur von Tarnkappenbombern des Typs B-2 abgeworfen werden, über die ebenfalls nur das US-Militär verfügt. Insgesamt 14 der massiven Bomben wurden bei dem Einsatz in Iran abgeworfen, die meisten davon auf die besonders tief reichende Anlage Fordo. Die Angriffe waren der erste Kampfeinsatz der Bombe in der US-Geschichte.
Aus dem stellenweise geschwärzten Dokument der Ausschreibung ging nicht hervor, wie viele der Bunkerbrecher die US-Luftwaffe nun beim Hersteller Boeing bestellt. Auch der Wert des Auftrags für die Bomben und damit zusammenhängende Dienstleistungen blieben einigermaßen unklar: Er wurde mit der höchsten Kategorie von »mehr als 100 Millionen Dollar« angegeben. Ebenfalls blieb offen, bis wann mit der Lieferung der Bomben zu rechnen ist.
Trump: Ohne Deal wird es »sehr traumatisch« für Iran
Die neue Ausschreibung und die mögliche Verlegung eines Flugzeugträgers kommen zu einem Zeitpunkt erneut erhöhter Spannungen zwischen den USA und Iran. Das US-Militär hat in der Region zuletzt massiv Kräfte zusammengezogen und Präsident Donald Trump drohte Teheran mehrfach mit einem militärischen Eingreifen.



