USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten
Die USA entsenden einen zweiten Flugzeugträger in die Golfregion und beschaffen neue Bunkerbrecher-Bomben. Die Spannungen mit dem Iran nehmen zu.
Washington verstärkt seine militärische Präsenz im Nahen Osten deutlich: Der Flugzeugträger USS »Gerald R. Ford« soll aus der Karibik in die Golfregion verlegt werden. Damit würden zwei US-Flugzeugträger und ihre Begleitschiffe in der Region operieren. Die USS »Abraham Lincoln« ist bereits seit über zwei Wochen vor Ort stationiert.
Parallel dazu hat das US-Verteidigungsministerium eine Ausschreibung für neue GBU-57-Bomben veröffentlicht. Diese massiven Bunkerbrecher sind sechs Meter lang, wiegen über 13 Tonnen und können nur von B-2-Stealth-Bombern abgeworfen werden. Das US-Militär will damit seine Bestände aufstocken, nachdem im Juni des vergangenen Jahres 14 dieser Bomben bei Einsätzen gegen iranische Atomanlagen eingesetzt wurden – ein damals beispielloser Kampfeinsatz dieses Waffensystems.
Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen Washington und Teheran. Präsident Trump hatte bereits mehrfach mit militärischen Interventionen gedroht und die Truppenverstärkung in mehreren Interviews angekündigt. Das Weiße Haus hat sich bislang offiziell nicht zu den Verlegungsplänen geäußert.