Iran: Vier Jahre nach Mahsas Tod – Protest und Repression
Der Tod der Kurdin Mahsa Amini durch die iranische Sittenpolizei löste vor vier Jahren massive Proteste aus. Frauen haben seitdem begrenzte Fortschritte erreicht, doch die staatliche Unterdrückung nimmt zu.
Im September 2019 starb die 22-jährige Kurdin Mahsa Amini nach ihrer Verhaftung durch Irans Moralpolizei. Ihr Tod war der Auslöser für landesweite Demonstrationen, die das Land erschütterten und das Schlagwort "Frau, Leben, Freiheit" zum Symbol des Widerstands machten.
Vier Jahre später zeigt sich ein gemischtes Bild: Iranische Frauen haben in dieser Zeit kleine Erfolge verbuchen können. Sie erkämpften sich minimale Freiräume und konnten teilweise ihre Positionen in der Gesellschaft stärken. Doch parallel hat die staatliche Repression deutlich zugenommen.
Die Machthaber reagierten auf die Proteste mit verstärkter Kontrolle und Verfolgung. Aktivistinnen und Aktivisten wurden verhaftet, Demonstrationen brutal niedergeschlagen. Die Hoffnungen auf grundlegende Veränderungen sind damit weitgehend unerfüllt geblieben, während der Druck auf Frauen im Land weiterhin erheblich ist.