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Iran sucht Wassernachschub im Ausland

05. Dezember 2025· Sabrina Kühn

Angesichts anhaltender Dürre will der Iran Wasser von Nachbarländern kaufen. Experten warnen jedoch: Das Problem liegt auch an jahrelanger Misswirtschaft.

Der Iran kämpft mit einer massiven Wasserknappheit. Die Regierung in Teheran reagiert nun mit einem ungewöhnlichen Schritt: Energieminister Abbas Aliabadi kündigte an, Wasser von Nachbarländern zu erwerben, sofern diese zum Verkauf bereit sind.

Das Land zählt bereits zu den trockensten Regionen der Welt. Hinzu kommen sinkende Niederschläge, häufigere Dürreperioden und extreme Wetterereignisse – wie jüngst Waldbrände in den Hyrkanischen Wäldern. Derzeit durchlebt der Iran bereits das sechste Trockenheitsjahr in Folge.

Allerdings sind die meisten Nachbarn des Irans selbst von Wassermangel betroffen. Nur Armenien im Norden verfügt über größere Wasserreserven. UN-Experte Kaveh Madani warnt zudem: Neben dem Klimawandel sei auch jahrelange Misswirtschaft schuld. Das System habe über Jahrzehnte mehr Wasser entnommen, als die Natur nachfüllen konnte – eine strukturelle "Wasserinsolvenz", wie Madani es nennt.

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