Island lehnt EU-Beitrittsverhandlungen ab
Die isländische Bevölkerung hat sich in einem knappen Referendum gegen die Wiederaufnahme von Gesprächen über einen EU-Beitritt ausgesprochen. Das Abstimmungsergebnis war jedoch deutlich umstritten.
Island wird vorerst nicht in Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union eintreten. Das Referendum endete mit einer knappen Mehrheit von rund 53 Prozent der Wähler gegen die Wiederaufnahme solcher Gespräche.
Das relativ knappe Abstimmungsergebnis zeigt eine gespaltene Bevölkerung beim Thema EU-Integration. Knapp 47 Prozent der Isländer sprachen sich für die Aufnahme von Verhandlungen aus und verdeutlichen damit die vorhandenen Unterschiede in der Gesellschaft.
Island ist bereits Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums und arbeitet in vielen Bereichen eng mit der EU zusammen. Ein formaler Beitritt war mehrfach Gegenstand politischer Debatten auf der Nordatlantik-Insel.