Israel: Parlament verabschiedet umstrittenes Religionsgesetz

Das israelische Parlament hat ein Gesetz zur religiösen Grundlage des Staates beschlossen. Der Schritt ist Teil von Zugeständnissen an ultraorthodoxe Koalitionspartner und wird als gesellschaftlich spalterisch eingestuft.
Nach intensiven Diskussionen hat die Knesset ein neues Grundgesetz angenommen, das der Thora einen besonderen Status im israelischen Rechtssystem einräumt. Das Gesetz ist das Ergebnis von Verhandlungen zwischen Premierminister Netanjahu und seinen ultraorthodoxen Koalitionspartnern.
Kritiker befürchten, dass die Maßnahme die Spannungen zwischen religiösen und säkularen Bevölkerungsteilen in Israel weiter verschärft. Das Gesetz wird als ein Schritt wahrgenommen, der die bereits bestehenden gesellschaftlichen Gräben vergrößert.
Die Verabschiedung gilt als umstritten, da sie grundlegende Fragen zur Rolle von Religion im modernen Staatswesen aufwirft und die Frage nach dem Zusammenhalt der israelischen Gesellschaft stellt.