Israels Außenminister weist Vorwürfe gegen Thunberg zurück
Greta Thunberg sitzt in israelischer Haft und beklagt schlechte Bedingungen. Außenminister Sa'ar spricht von gezielten Lügen und kritisiert die Aktivistin scharf.
Israels Außenminister Gideon Sa'ar hat sich zu den Haftbedingungen der Klimaaktivistin Greta Thunberg geäußert. Die 22-Jährige sitzt derzeit in einem israelischen Gefängnis, nachdem sie mit mehr als 400 Aktivisten versucht hatte, mit einer Schiffsflotte nach Gaza zu fahren. Israel hatte die Boote gestoppt und unter Berufung auf die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen blockiert.
Thunberg berichtet von mangelnder Nahrung, Wasser und unhygienischen Bedingungen in ihrer Zelle. Andere Aktivisten werfen Israel vor, Gefangene geschlagen und zur Demütigung gezwungen zu haben. Sa'ar bezeichnete diese Aussagen als unwahr und warf Thunberg vor, gezielt Israel diskreditieren zu wollen. Die Aktivisten hätten provozieren wollen und seien respektvoll behandelt worden, sagte der Minister.
Darüber hinaus kritisierte Sa'ar die Forderung der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach Sanktionen gegen Israel scharf. Sollte die EU solche Maßnahmen ergreifen, würde dies einen schweren Bruch in den Beziehungen bedeuten. Auch zur deutschen Entscheidung, keine Kriegsgerät für Gaza-Einsätze zu liefern, äußerte sich Sa'ar enttäuscht.