Jahrelang fraß er alles auf: Dieser riesige Wels lebte in kleinem Weiher

Jahrelang fraß er alles auf: Dieser riesige Wels lebte in kleinem Weiher

Jahrzehntelang fraß er alles auf: Dieser Monster-Wels lebte in einem kleinen Weiher

Anwohner hielten ihn für einen Mythos

Angler zogen das tote Tier aus dem Weiher in Dreieich-Sprendlingen

Angler zogen den riesigen Wels aus dem Weiher. Er ist länger als zwei Schubkarren

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Dreieich (Hessen) – Jahrzehntelang war er nur eine Legende. Jetzt ist der Mythos Realität geworden. Ein riesiger Wels trieb in einem Weiher der Stadt Dreieich. Die unglaublichen Maße des Monster-Welses: 2,60 Meter und 100 Kilogramm. Erzählt hatte man sich von dem Tier schon länger.

Die Angler fanden den Wels bereits am 10. März tot in dem Teich im Stadtteil Sprendlingen. Der Fund wurde erst jetzt bekannt. Klaus Schmidt, der Vorsitzende des örtlichen Angelsportvereins ASV Sprendlingen, konnte es kaum glauben.

Das sagt der Angler über den Riesen-Wels

Der Hauptvorstand des Angelvereins zu BILD: „Er war eine lebende Legende, jetzt eben nicht mehr. Ich war dabei und konnte es kaum glauben, dass er so riesig war. Drei Leute haben den Wels aus dem Wasser gezogen, und er wurde immer größer.“ Eben bis die 2,60 Meter draußen waren.

Erzählungen über den Wels von Sprendlingen existierten seit Jahren. In den 1980er Jahren waren zwei Jungwelse in den Weiher in Hessen gesetzt worden. Damals hatten drei Angler bei einer Skatrunde beschlossen, als Spieleinsatz zwei Welse in der Lebendfischabteilung eines Supermarktes zu kaufen. Sie wollten ihnen ein natürliches Leben ermöglichen.

Der Wels lebte jahrzehntelang in diesem Weiher

In diesem kleinen Weiher lebte der Monster-Wels

Im Weiher verschwanden so viele Fische

Einer der beiden Welse wurde Ende der 1990er Jahre von einem Angler gefangen. Der zweite lebte weiter. Angler wunderten sich immer, dass so viele der regelmäßig von ihnen eingesetzten kleinen Fischarten verschwanden: Im Teich wurde nämlich auffällig wenig gefangen. Das schürte den Verdacht: Der Wels frisst sie alle auf.

Versuche, das gefräßige Tier zu fangen, scheiterten. 2006 wurde das Gewässer komplett leergepumpt und professionell abgefischt. Der Wels konnte nicht entdeckt werden. So glaubte am Ende kaum noch jemand an seine Existenz. Er wurde zum Mythos. Nun wurden alle eines Besseren belehrt. Und staunen über die enorme Größe.

Der Zollstock zeigt: Der Fisch erreicht fast die 2,60 Meter

Der Zollstock zeigt: Der Fisch erreicht fast die 2,60 Meter. Im Maul erkennt man die vielen kleinen Zähne

So lebte der Koloss in dem Teich

Nach Schätzungen des Vereins dürfte der Koloss 40 bis 45 Jahre alt gewesen sein. Dass er so lange lebte, findet der Co-Vorsitzende Marco Wunsch nicht erstaunlich. Angesichts der reichlichen „Fütterung“ mit viel Edelfisch durch Besatz und guter Wasserqualität habe der Wels unter idealen Bedingungen gelebt. Da sie vorwiegend am Grund leben, bekomme man sie in der Regel nicht zu Gesicht.

Gewässerwart Ralf Schütze neben dem riesigen Fisch

Gewässerwart Ralf Schütze neben dem riesigen Fisch

Was mit dem Wels passiert ist

Nach dem Abtransport, für den gleich zwei Schubkarren nötig waren, führte sein letzter Weg den Wels in eine Tierkörperverwertung. Einen Fisch dieser Größe und dieses Gewichts könne man „nicht einfach mal so im Hausmüll entsorgen“, sagt Wunsch. Gestunken habe das tote Tier auch schon.

Welse werden durch die Klimaerwärmung immer häufiger und größer. Erst im Februar sorgte ein Berufsfischer für Aufsehen: Er hatte einen 2,60 Meter langen Wels im Bodensee gefangen. Auch Anglern gehen Welse immer häufiger an den Haken: In Thüringen fing einer im vergangenen Sommer den Rekord-Wels des Bundeslandes. Er war 2,42 Meter lang. Es gibt sogar noch größere Exemplare: Der Weltrekord-Wels war gigantische 2,92 Meter lang.

Die anderen Fische im Teich von Dreieich dürften erleichtert sein, dass der Riesen-Wels nicht mehr da ist. Dort leben noch Karpfen, Rotaugen, Barsche und Hechte.

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