Japan: Als »Genie« bekannte Schimpansin Ai mit 49 Jahren gestorben

Japan: Als »Genie« bekannte Schimpansin Ai mit 49 Jahren gestorben

Die Schimpansin Ai konnte das Alphabet und mehr als hundert Schriftzeichen erkennen – nun ist sie im Alter von 49 Jahren in Japan gestorben. Sie starb am 9. Januar an multiplem Organversagen und Beschwerden, die mit ihrem hohen Alter zusammenhingen, wie das Zentrum für Evolutionäre Ursprünge des menschlichen Verhaltens der Universität Kyoto mitteilte.

Ai, was auf Japanisch »Liebe« bedeutet, hatte nach Angaben der Universität an Studien zu Wahrnehmung, Lernen und dem Gedächtnis teilgenommen, die zu einem besseren Verständnis der Intelligenz von Primaten beitrugen. »Ai war sehr neugierig und beteiligte sich aktiv an diesen Studien« und habe so dazu beigetragen, verschiedene Aspekte des Gedächtnisses von Schimpansen zu verstehen, wie es in einer Mitteilung des Forschungszentrums hieß.

In einer Studie wurde Ai ein Computerbildschirm mit einem Zeichen für die Farbe Pink gezeigt, daneben waren ein pink- und ein lilafarbenes Rechteck zu sehen. Ai habe das passende Rechteck ausgewählt, berichtete Matsuzawa.

Die Schimpansin war im Jahr 1977 aus Westafrika an die Universität Kyoto gekommen. Ihre herausragenden Fähigkeiten machten sie zum Thema zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten, die unter anderem im Fachmagazin »Nature« erschienen. Medien feierten sie als »Genie«.

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