Handelsminister Lutnick räumt Gedächtnislücken im Epstein-Skandal ein
US-Handelsminister Howard Lutnick konnte vor dem Kongress nicht erklären, warum er 2012 mit seiner Familie auf Jeffrey Epsteins Privatinsel zu Mittag aß. Seine Aussagen widersprechen früheren Statements.
Bei einer vertraulichen Kongressanhörung hat US-Handelsminister Howard Lutnick angegeben, sich nicht an die Gründe für seinen Besuch auf Jeffrey Epsteins Karibikinsel Little St. James im Jahr 2012 zu erinnern. Lutnick war damals mit seiner Ehefrau, seinen Kindern und deren Betreuungspersonal auf der Insel gewesen. Auf Nachfragen von Ausschussmitgliedern konnte er keine Erklärung für das Treffen liefern.
Lutnicks Aussagen stehen in Widerspruch zu seinen früheren Angaben. Ein Jahr zuvor hatte er dem US-Senat erklärt, dass er bei dem Besuch nichts Ungewöhnliches bemerkt habe. Zudem hatte Lutnick in einem Podcast berichtet, er habe sich nach einem Vorfall um 2005 geschworen, nie wieder einen Raum mit Epstein zu betreten. Damals soll der Finanzier eine unangemessene Bemerkung gemacht haben. Selbst Ausschussvorsitzender James Comer räumte ein, dass Lutnick zuvor nicht ehrlich war.
Nach Veröffentlichung von Justizakten Anfang des Jahres, die neue Details offenbarten, fordern Kongressmitglieder beider Parteien Lutnicks Rücktritt. Die Dokumente deuten darauf hin, dass Epstein Interesse an einer Betreuungsperson Lutnicks zeigte. Der Minister bestreitet jegliche verstrickte Verstrickung und betont, nichts zu verbergen zu haben.