Jerusalemer Café wird zum Symbol des Religionskonflikts

In Jerusalem entzündet sich ein heftiger Streit an einem Café, das samstags geöffnet bleibt. Ultraorthodoxe Proteste treffen auf Widerstand säkularer Israelis – ein Konflikt mit tieferen Wurzeln.
Ein Café in Jerusalem ist zum Schauplatz eines religiösen Machtkampfs geworden. Jede Woche demonstrieren ultraorthodoxe Juden vor dem Lokal, das sich weigert, den Sabbat einzuhalten und samstags die Türen zu schließen. Säkulare Israelis stellen sich den Protestierenden entgegen.
Der Streit um diesen Ort wirft Fragen auf, die weit über die Öffnungszeiten eines Cafés hinausgehen. Er offenbart tiefe Risse in der israelischen Gesellschaft zwischen religiösen und nicht-religiösen Bevölkerungsgruppen.
Der Konflikt verdeutlicht, wie unterschiedlich Vorstellungen von Tradition, Freiheit und der künftigen Ausrichtung Israels ausfallen. Für die einen ist die strikte Einhaltung religiöser Gebote zentral, für die anderen ein Zeichen von Selbstbestimmung und säkularem Lebensstil.