Jesse Jackson: Der unvollendete Traum vom Präsidentenamt
Jesse Jackson war einer der einflussreichsten Bürgerrechtler der USA. Zweimal kandidierte er für die Präsidentschaft – erfolglos. Erst Barack Obama verwirklichte später, wovon Jackson sein Leben lang träumte.
Jesse Jackson, der 1941 in South Carolina geboren wurde, prägte die amerikanische Bürgerrechtsbewegung über Jahrzehnte als Redner, Prediger und politischer Aktivist. An der Seite von Martin Luther King kämpfte er für Gleichberechtigung und setzte sich durch zahlreiche Kampagnen und Initiativen für die schwarze Bevölkerung ein.
Getrieben von seinem Traum von politischer Macht kandidierte Jackson zweimal für das Präsidentenamt – beide Male ohne Erfolg. Die New York Times beschrieb ihn als die einflussreichste schwarze Persönlichkeit zwischen King und Barack Obamas Wahl. Jackson traf mit Präsidenten zusammen, reiste weltweit und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Doch der große politische Sieg blieb ihm versagt.
2008 stand Jackson mit tränenüberströmten Augen in der Menge, als Obama als erster afroamerikanischer Präsident gewählt wurde – und damit vollbrachte, wovon Jackson sein ganzes Leben geträumt hatte. Nach Jahren mit Parkinson-Erkrankung verstarb Jackson am 17. Februar 2026 an einer degenerativen Nervenerkrankung.