Venedig: Jarmusch gewinnt Goldenen Löwen
Jim Jarmusch ist bei der Filmfestival-Gala in Venedig zum Sieger gekürt worden. Sein Drama über Familienbeziehungen überzeugte die internationale Jury. Weitere Preise gingen an Produktionen über Palästina und Wrestling.
Das Filmfestival in Venedig hat seine Hauptpreise vergeben. Der amerikanische Regisseur Jim Jarmusch erhielt den Goldenen Löwen, die höchste Auszeichnung der Festspiele, für sein Werk "Father Mother Sister Brother". Der 72-Jährige erzählt darin in drei Episoden von den spannungsreichen Verhältnissen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern – besetzt mit Stars wie Cate Blanchett und Adam Driver. Jarmusch arbeitet dabei mit minimalen Mitteln: Gesten, Blicke und Pausen verraten mehr als jedes Gespräch.
Den zweitwichtigsten Preis, den Großen Preis der Jury, erhielt die Tunesierin Kaouther Ben Hania für "The Voice of Hind Rajab". Ihr Film dokumentiert die letzten Lebenstage des palästinensischen Mädchens Hind Rajab, das 2024 im Gazastreifen starb. Unter der Regie von Benny Safdie räumte das Wrestling-Drama "The Smashing Machine" mit Dwayne Johnson den Preis für die beste Regie ab.
Die 82. Venedig-Filmfestspiele, eine der weltweit bedeutendsten Veranstaltungen ihrer Art, endeten damit, dass 21 Filme um die Hauptauszeichnungen konkurriert hatten. Die Jury stand unter der Leitung des amerikanischen Filmemachers Alexander Payne.