John Irving: Schriftsteller boykottiert die USA auf seiner Lesereise

John Irving: Schriftsteller boykottiert die USA auf seiner Lesereise

Schriftsteller John Irving, 83, hat den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit scharfen Worten kritisiert und einen persönlichen Boykott angekündigt. »Aus Protest gegen den autoritären Faschisten im Weißen Haus werde ich auf meiner Lesereise dieses Mal nicht das Land besuchen, in dem ich geboren wurde – das gab es noch nie«, sagte der Romancier im Gespräch mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« .

»Aber in den Händen dieses Diktators erkenne ich mein geliebtes Land nicht wieder, es ist ein totalitäres Regime«, sagte Irving, der neben der US- auch die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt. Für ihn sei es unbegreiflich, wie die Demokratie in den Vereinigten Staaten »derart niedergetrampelt werden konnte«. Trump weite seine exekutiven Befugnisse in einer Weise aus, die die US-Verfassung nicht erlaube, so Irving. »Die feigen Republikaner sind mit ihrem Schweigen mitverantwortlich.«

Es gebe zwar viele Menschen in den USA, die er liebe, aber er wolle ein Zeichen setzen, sagte der Autor, dessen neuer Roman »Königin Esther« kürzlich erschienen ist. Amerikanische Journalisten könnten ihn gern im kanadischen Toronto besuchen.

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