Sexualstraftäter in Großbritannien irrtümlich freigelassen
Ein verurteilter Sexualstraftäter wurde in Großbritannien versehentlich aus der Haft entlassen, statt in ein Abschiebezentrum verlegt zu werden. Die Behörden fahnden nun nach dem Mann. Premier Starmer ordnete eine Untersuchung an.
Großbritannien durchlebt einen Justizskandal: Ein Sexualstraftäter, der hätte abgeschoben werden sollen, wurde stattdessen irrtümlich freigelassen. Der Mann hätte in ein Abschiebezentrum kommen sollen, um anschließend das Land zu verlassen. Nun läuft eine intensive Fahndung nach dem Flüchtigen.
Der Vorfall löst politisches Beben aus, zumal Gegner von Zuwanderung den Fall bereits im Sommer für wochenlange Proteste vor Asylbewerberheimen instrumentalisiert hatten, teilweise mit Gewalt. Premierminister Keir Starmer reagierte bestürzt und forderte, den Mann in Gewahrsam zu nehmen und auszuweisen. Stellvertretender Premierminister David Lammy kündigte eine offizielle Untersuchung an.
Die Opposition kritisiert die Regierung scharf. Der konservative Innenpolitik-Sprecher Chris Philp fordert eine öffentliche Untersuchung und wirft dem Kabinett Unfähigkeit vor. Der Fall dürfte die ohnehin angespannte Debatte über Migrationspolitik und Sicherheit in Großbritannien weiter anheizen.