Kash Patel hat derzeit keinen leichten Stand. Immer neue Enthüllungen in US-Medien legen nahe, dass der FBI-Chef den Herausforderungen seines Jobs nicht immer gewachsen scheint. Im Zentrum steht der angebliche Alkoholkonsum des 46-Jährigen. Nun kommt ein weiteres Detail ans Licht: Und wieder geht es um Hochprozentiges.
Wie das Magazin »The Atlantic« berichtet , soll Patel immer wieder Flaschen mit Bourbon-Whiskey an Menschen in seinem Umfeld verschenkt haben. Fotos zeigen die extra angefertigten Flaschen mit dem Logo der Bundespolizei und Patels Namen und Jobbeschreibung in aufwendigem Druck. Teilweise ist sein Name als »Ka$h« geschrieben.
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Die Bundespolizei hat inzwischen Stellung bezogen. Demnach sei an der Praxis nichts auszusetzen. »Jede Flasche, die bei einer offiziellen Begegnung übergeben wurde, war Teil eines normalen Geschenkaustauschs. Wenn Direktor Patel persönlich Flaschen verschenkt hat, hat er die Kosten dafür zurückerstattet«, hieß es laut »Guardian« vom FBI. Patel selbst habe den Whiskey nicht konsumiert. Die Richtlinien des FBI seien stets befolgt worden.
Dass die Neuigkeit ausgerechnet in »The Atlantic« erschien – geschrieben von der Reporterin Sarah Fitzpatrick – ist bemerkenswert. Immerhin hatte Patel im April eine Verleumdungsklage gegen »The Atlantic« und Fitzpatrick eingereicht (mehr Infos hier).
»The Atlantic« hatte unter anderem berichtet, dass Patels Position als FBI-Chef aufgrund von »Episoden übermäßigen Alkoholkonsums« und »ungeklärten Abwesenheiten« in Gefahr sei (mehr dazu hier).
Magazin verteidigt seine Berichterstattung
Patel bezeichnete den Artikel als »diffamierenden, böswilligen und verleumderischen Angriff«. Er fordert 250 Millionen Dollar Entschädigung von dem Magazin und Sarah Fitzpatrick. Das sind umgerechnet rund 212 Millionen Euro.
Das Magazin verteidigte indes den Bericht. »Wir stehen zu unserer Berichterstattung über Kash Patel und werden ›The Atlantic‹ und unsere Journalisten energisch gegen diese unbegründete Klage verteidigen«, hieß es in einer knappen Mitteilung.
Für den Artikel hatte sich das Magazin auf mehr als zwei Dutzend aktuelle und ehemalige Beamte berufen. Sie gaben an, Patel sei wiederholt betrunken bei der Arbeit erschienen, habe wichtige Termine ohne Erklärung versäumt und Angst vor seiner bevorstehenden Entlassung.



