Handy alle und keine Steckdose in der Nähe? Eine Powerbank in der Tasche spendet stets Energie. Der Test zeigt gute und günstige Modelle – einige gibt es schon für unter 25 Euro, andere sind sogar stark genug, um ein Notebook zu laden! Die Bestenliste für den schnellen Überblick finden Sie direkt unten. Danach folgt der Testbericht.
Der Handy-Akku ist so gut wie leergelutscht, aber weit und breit ist keine Steckdose in Sicht? In solchen Situationen hilft eine Powerbank. Der integrierte Akku lädt ausgehungerte Geräte auch unterwegs ganz entspannt wieder auf, wenn’s sein muss sogar mehrfach! Aber welches Modell ist das richtige?
Das Wichtigste in Kürze
- Powerbanks gibt es in verschiedenen Kapazitätsgrößen: An diesem in Milliamperestunden (mAh) angegebenen Wert kann man grob ablesen, wie viel Strom die Powerbank speichern kann. Üblich sind Kapazitäten von 20.000 bis 27.000 mAh – damit lassen sich Handys drei bis fünfmal aufladen. Kleinere Modelle mit 10.000 Milliamperestunden schaffen oft noch nicht einmal zweimaliges Handyaufladen. Achtung: Die wirkliche Kapazität einer Powerbank liegt meist unter der Herstellerangabe. Der Test offenbart hier große Unterschiede zwischen einzelnen Geräten.
- Ladeleistung und Standards: Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Powerbank die Schnellladetechnik des angeschlossenen Gerätes unterstützt – sonst lädt etwa das Handy nur im Schneckentempo oder das Notebook gar nicht. Grob gesagt gilt: Powerbanks zwischen 30 und 65 Watt mit USB-C und Power Delivery-Standard sind für aktuelle Handys ideal. Viele 65-Watt-Powerbanks können zwar auch schwächere Notebooks laden, doch generell sind für Notebooks Powerbanks mit einer Ausgangsleistung von mindestens 100 Watt zu empfehlen.
- Extras: Bessere Powerbanks besitzen ein Display, das den Ladestand prozentgenau angezeigt. Bei manchen ist ein USB-C-Kabel fest verbaut, so dass man es weder verlieren noch vergessen kann.
- Buchsen: Mehrere Buchse erlauben gleichzeitiges Laden. Neuere und leistungstarke Geräte brauchen USB-C, ältere oft noch USB-A. Viele Powerbanks bieten 2 x USB-C und 1 x USB-A.
Auch fürs Notebook: Testsieger ab 100 Watt:Ugreen Nexode 165 W (20.000 mAh)
Die Ugreen Nexode 165W ist ein starkes Teil. Die Leistung ist stark genug, um sogar zwei Laptops gleichzeitig aufzuladen (eins mit 100 Watt, das andere mit 65 Watt) – oder auch ein Smartphone, ein Notebook und dazu via USB-A noch ein älteres Gerät, etwa eine Fahrradlampe.
Drei Geräte lassen sich maximal anschließen (1 x USB-C-Buchse, 1 x USB-C per integriertes Kabel, 1 x USB-A). Die nutzbare Kapazität von 16.877 mAh reicht für 3,2 Ladungen eines typischen Handys. Auch das Aufladen geht schnell, mit über 100 Watt Leistung ist die Nexode 165W nach einer Stunde und 20 Minuten wieder voll.
Perfekt für Handys: Testsieger ab 30 Watt:Xtorm Fuel Series 5 (67W/27.000 mAh)
Die Xtorm Fuel Series 5 (Modellnummer FS5271) mit 27.000 mAh ist nicht gerade handlich, doch das hat seinen Grund: Sie bietet enorm hohe Ladereserven, lieferte im Test sogar mehr als die versprochenen 27.000 mAh. Das ist genug Energie für mehr als fünf typische Handyladungen – mehr als bei jeder anderen Powerbank im Test.
Mit 2 x USB-C und 1 x USB-A lassen sich parallel bis zu drei Geräte laden. Maximal sind 67 Watt erreichbar – genug nicht nur für leistungsstarke Spitzen-Smartphones, sondern auch für viele Notebooks. Einziger Haken außer Größe und Gewicht: Will man die Powerbank selbst aufladen, dauert das ewig (3 Stunden und 20 Minuten im Test). Das erledigt man also besser über Nacht.
Bestseller #1 ist unser Preistipp :Iniu Power Bank 20000 22,5W
Die Iniu BI-B5 (wahlweise mit dem Zusatz MegaPowerIIPD“ oder schlicht „20000 mAh 22,5W“ angeboten) ist die beliebteste Powerbank bei Amazon. Mit nur maximal 20 Watt Leistung pro Buchse und dazu nur einer modernen USB-C-Buchse (dazu 2 x USB-A) gehört sie nicht gerade zur Speerspitze der Technik.
Doch geht es nur darum, ein normales Smartphone aufzuladen, schlägt sie sich nicht schlecht – denn die Kapazität (17.447 mAh von 20.000 mAh nutzbar) reicht immerhin, um ein normales Handy 3,5 mal aufzuladen.
Das Aufladen der Powerbank selbst dauert dafür ewig, fast sechs Stunden (5:52 h). Großer Vorteil aber: Der Preis liegt nur bei einem Bruchteil der Testsieger. Wer es nicht eilig hat, kann also zugreifen.
So testen wir:Powerbanks unter Strom
Für viele Nutzer ist beim Kauf einer Powerbank die wichtigste Frage: „Wie viel Energie liefert sie?“ Mit einem speziellen Messaufbau ermitteln die Tester im Labor daher die tatsächlich nutzbare Kapazität eines Gerätes. Sie weicht häufig deutlich von den Herstellerangaben ab – die geben nämlich nicht die Kapazität an, die der Energiespeicher von der Ladebuchse über USB liefert, sondern nennen nur die Kapazität der eingebauten Akkuzellen.

(Foto: COMPUTER BILD)
Außerdem wichtig: Welche Geräte lassen sich anschließen und wie lange dauert es, die leere Powerbank wieder aufzuladen? Dabei ist nicht nur die Anzahl der USB-Buchsen entscheidend, sondern auch, wie viele sich davon gleichzeitig nutzen lassen. Darüber hinaus ermitteln die Tester die maximale Ladeleistung. Leistungsstarke Powerbanks schaffen hier zwischen 65 und 100 Watt. Powerbanks mit 15 bis 20 Watt finden sich nur in älteren und sehr billigen Modellreihen.

(Foto: COMPUTER BILD)
Warum dieser Wert so wichtig ist? Ganz einfach: Mit einer höheren Ladeleistung lassen sich angeschlossene Geräte schneller aufladen. Powerbanks mit einer digitalen Ladestandanzeige sammeln Extrapunkte. Größe und Gewicht fließen ebenfalls in die Bewertung ein – je leichter und je kompakter, desto besser finden wir das.
Die Testergebnisse im Überblick
Von klein bis groß
Im Handel sind unzählige Powerbanks erhältlich. Ihre größten Unterscheidungsmerkmale sind die Ladeleistung und die Akkukapazität, vom Hersteller wird sie in Milliamperestunden angegeben. Je höher die Kapazität ausfällt, desto mehr Energie kann die Powerbank in ausgehungerte Geräte pumpen. Während kleinere Powerbanks vor allem gut für Handys geeignet sind, können die richtig großen Modelle mitunter sogar Notebooks über die Runden bringen. Dafür braucht es aber genug Ausgangsleistung, idealerweise mindestens 100 Watt.
Aber nicht für jeden macht ein teures Modell mit 100 Watt oder mehr Sinn. Daher hat das Testlabor beliebte Powerbanks in verscheidenen Leistungstufen auf Herz und Nieren geprüft: Geräte ab 30 Watt fürs Handyladen und Geräte ab 100 Watt. Die Kapazität liegt mit wenigen Ausnahmen bei mindestens 20.000 mAh.
Tricksen bei der Kapazität
Wichtig: Die Herstellerangabe der Kapazität bezieht sich auf die zum Aufladen benötigte Strommenge – und nicht auf die Strommenge, die der Energieriegel an angeschlossene Geräte abgibt. Von der Energie geht aber einiges: Zum einen beim Laden der Powerbank, zum anderen beim Befüllen angeschlossener Technik.
Beim Betanken von Handy, Tablet & Co. kommt es zu diesem „Reibungsverlust“, weil die Spannung umgewandelt wird. Denn die Akku-Zellen von Powerbanks arbeiten meist mit 3,6 oder 3,7 Volt, die der angeschlossenen Geräte hingegen mit mindestens 5 Volt. Durch die Umwandlung erwärmt sich eine Powerbank im Betrieb.

(Foto: COMPUTER BILD)
Powerbank im Flugzeug
Fürs Mitführen im Flugzeug gelten besondere Vorgaben: Die meisten Fluglinien erlauben das Mitnehmen von Powerbanks mit einer höheren Kapazität als 100 Wattstunden (Wh) nicht oder nur auf Antrag. Dabei muss man wissen: 100 Wattstunden entsprechen in Powerbanks 27 Amperestunden (nach W=V×A bei 3,7 Volt), also 27.000 mAh. Damit erklärt sich auch das Phänomen, dass es im Handel praktisch keine Powerbanks über 27.000 mAh gibt. Sollte es bei der Kontrolle Fragen geben: Ausschlaggebend ist die angegebene Kapazität in Wh. Diese ist meist direkt auf dem Netzteil aufgedruckt.
Außerdem dürfen Powerbanks nur im Handgepäck mitgenommen werden und bei etlichen Fluglinien (Emirates, Viet-nam Airlines, VietJet, Discover Airlines) während des Flugs nicht verwendet werden.
Achtung für Chinareisende: China Airlines verbietet das Mitnehmen von Powerbanks quasi komplett, denn es erlaubt nur Powerbanks mit CCC-Zertifizierung (China Compulsory Certification). Doch diese war auf keinem der getesteten Geräte zu finden.Wer also auf Chinareisen eine Powerbank braucht, sollte sie vor Ort erwerben.
Viele Schnelllade-Techniken
Nachdem USB als Universalanschluss für PC-Zubehör startete, hat es sich immer mehr zu einem wichtigen Stromanschluss gemausert – die aktuelle USB-C-Buchse ist in der EU für neue Handys sogar mittlerweile Pflicht. Unabhängig vom Anschluss gibt es bei den Standards Unterschiede: Seit Ende 2024 müssen alle Handys, die innerhalb der EU auf den Markt gebracht werden, das Laden über den Power-Delivery-Standard (mindestens PD-Version 3.0) über USB-C unterstützen.
Beherrschen Sie außerdem das „PPS“-Verfahren, handeln Powerbank und Handy die maximale Ladeleistung flexibel miteinander aus. Manche China-Hersteller ermöglichen sehr schnelles Laden aber zusätzlich nur über ihre eigenen Standards (Supervooc etwa bei Oppo und Vivo, Supercharge bei Huawei, Warp Charge bei Xiaomi), die dann aber ein ganz spezielles Netzteil verlangen. Für ältere Samsung-Handys und iPads gibt es ebenfalls eigene Standards, die im Test geprüft werden.
Powerbanks im Vergleich
Ugreen
Nexode Power Bank 20000mAh 130W
Xtorm
FS5271 Fuel Series 5 27000mAh 67W
Xlayer
Power Bar 20000mAh 65W PD Black
INIU
Mini Powerbank Bank 100W 25000mAh
Baseus
EnerGeek Powerbank 145W
Anker Tech
Anker Nano Powerbank (10K, 45W, Integriertes einziehbares USB-C Kabel) Schwarz
Belkin
BoostCharge Pro 20000 mAh
Xiaomi
Power Bank 20000mAh 33W
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Tipps zur Nutzung der Powerbank
Sie wollen ihre Powerbank möglichst lange nutzen? So holen Sie das meiste aus ihr heraus:
- Hitze vermeiden: Wärme drückt die Leistung einer Powerbank unter Umständen und stresst die eingebauten Akkuzellen – das sorgt womöglich für eine geringere Lebensdauer. Im Sommer sollten Powerbanks daher möglichst im Schatten liegen, vor allem, wenn Sie sie gerade nicht benutzen.
- Lagerung bei Nichtgebrauch: Am besten dunkel und trocken in einer Schublade bei Zimmertemperatur. Dort fühlt sich die Powerbank am wohlsten. Und vorher aufladen, dann steht die Powerbank auch nach ein paar Wochen noch parat, wenn Sie plötzlich Strom benötigen.
- Kälte meiden: Kälte reduziert die Leistung deutlich und stresst die eingebauten Akkuzellen. Im Winter eine Powerbank ins Auto zu legen, ist daher keine gute Idee. Dort ist sie schnell leer. Wer den Stromspender immer parat haben will, packt ihn besser in die Winterjacke.
- Mechanische Belastung meiden: Biegen mögen Akkus überhaupt nicht – bei Lithium-Ionen-Akkus führt das im Extremfall unter Umständen sogar zur Selbstentzündung. Daher sollte eine Powerbank im Rucksack möglichst in einer Seiten- oder Deckeltasche und nicht ganz unten liegen.
- Tiefentladung meiden: Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind zwar vor Tiefentladung besser geschützt als beispielsweise Nickel-Cadmium-Akkus (die gehen dadurch möglicherweise kaputt). Trotzdem sollten Sie eine Powerbank regelmäßig auf ihren Ladezustand prüfen und nach längerer Nichtbenutzung (mehrere Monate) wieder aufladen – so lässt sich sie immer voll nutzen.
Unser Fazit:Top-Powerbanks für jede Kapazität
Zu geringe Ladekapazitäten, geschönte Watt-Zahlen (die sich nur in Idealkombination ergeben), Verluste beim Aufladen: Es ist schon erstaunlich, wie viele Schwächen sich bei einem vorgeblich simplen Produkt wie einer Powerbank ergeben können. Gut, dass wir getestet haben. Der Testsieger Ugreen Nexode 165W kann zwei Notebooks und ein Handy parallel laden, verschwendet wenig Strom beim Aufladen und schafft es, übliche Handys mindestens dreimal voll aufzuladen. Wollen Sie vor allem Smartphones laden, ist der Testsieger der kleineren Leistungsklasse perfekt: Die Xtorm FS5271 hat die höchste gemessene Kapazität im Test und kann somit Handys mehr als fünfmal komplett aufladen. Mit 65 Watt reicht die Leistung sogar für einfache Notebooks.
Achten Sie beim Kauf einer Powerbank auch auf die maximale Wattzahl – 30 Watt reichen so gerade fürs Handy, fürs Notebook aber sollten es eher 65 oder besser 100 Watt sein.

Christian Just
Ressortleiter Telekommunikation & Internet
FAQ:Häufige Fragen zu Powerbanks
Welche Powerbank ist wirklich gut?
Wie viel Milliamperestunden sollte eine Powerbank haben?
Auf was muss ich bei einer Powerbank achten?
Ist eine Powerbank mit 10.000 Milliamperestunden gut?
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Wann lädt eine Powerbank am schnellsten?
Wie lange hält eine Powerbank?
Die besten Powerbanks im Vergleich
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