Oracle-Chef Ellison setzt alles auf KI-Expansion
Larry Ellison treibt Oracles Aufbau von KI-Rechenzentren mit beispiellosen Schulden voran. Experten warnen vor Risiken für die gesamte Branche, falls das ambitionierte Finanzierungsmodell kollabiert.
Oracle-Gründer Larry Ellison investiert in diesem Jahr etwa 50 Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Mit diesem aggressiven Kurs will der 81-jährige Unternehmer seinen IT-Konzern endlich mit Cloud-Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google konkurrenzfähig machen – ein Ziel, das Oracle bislang verfehlt hat.
Das Finanzierungsmodell für diese beispiellose Expansion ist jedoch fragile. Oracle kombiniert dabei Schuldenaufnahmen, frisches Eigenkapital und komplexe Leasingmodelle. Analysten sprechen von einem Konstrukt, das sich wie ein Kartenhaus anfühlt – prekär abhängig davon, dass sämtliche Teile zusammenhängen. Besonders kritisch: Der hohe Einfluss einzelner Großkunden auf das Gesamtgefüge.
Sollte Ellisons Wette nicht aufgehen, könnte das Dominoeffekte in der gesamten KI-Industrie auslösen. Die wirtschaftlichen Hoffnungen auf künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber würden damit massiv gefährdet.