Koalition plant deutliche Preiserhöhung für Zigaretten

Die Bundesregierung will Rauchen durch schrittweise Steuererhöhungen unattraktiver machen. Bis 2030 könnte eine Schachtel Zigaretten knapp zwölf Euro kosten.
Die Koalition plant eine schrittweise Anhebung der Tabaksteuer. Ziel ist es, den Preis für Zigaretten in den nächsten Jahren kontinuierlich zu erhöhen. Dies soll mehrere Effekte erreichen: Zum einen verspricht sich der Bund dadurch zusätzliche Steuereinnahmen, die für den Haushalt relevant sind. Zum anderen erhofft man sich, dass höhere Preise Menschen vom Rauchen abhalten oder zum Ausstieg bewegen.
Sollte die Strategie aufgehen, könnte eine Schachtel bis zum Jahr 2030 auf knapp zwölf Euro ansteigen. Das würde eine erhebliche Steigerung gegenüber den heutigen Preisen bedeuten. Besonders Gelegenheits- und Durchraucherinnen müssten dann mit deutlich höheren Kosten rechnen.
Die Pläne stoßen auf unterschiedliche Reaktionen: Während Gesundheitspolitiker das Vorhaben als Mittel zur Suchtbekämpfung begrüßen, kritisieren Tabakverbände und Raucherschutzorganisationen die Maßnahmen als zu drastisch und sozial unausgewogen.