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Köln: Staatsanwaltschaft exhumiert Leichen von Pfleger-Verdächtigen

20. Dezember 2025· Sabrina Kühn

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat zwei Leichen exhumieren lassen, um Ermittlungen gegen einen bereits verurteilten Krankenpfleger voranzutreiben. Verdacht: unbefugte Morphin-Gaben.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat zwei Leichname ausgegraben, um Ermittlungen gegen einen Krankenpfleger zu vertiefen, der bereits zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Es handelt sich um zwei Frauen, die während ihrer Behandlung in einer Kölner Klinik starben – eine 94-Jährige im Jahr 2018 und eine 78-Jährige im Jahr 2015.

Gegen den Pfleger besteht der Verdacht, dass er beiden Patientinnen ohne Erlaubnis Morphin verabreicht hat, was möglicherweise zu ihrem Tod führte. Bei den Exhumierungen sollen durch toxikologische Untersuchungen Beweise gesichert werden, ob sich noch Spuren erhöhter Morphindosen nachweisen lassen. Eine weitere Exhumierung ist geplant, möglicherweise folgen noch mehr.

Der Pfleger war vor kurzem vom Aachener Landgericht wegen zehnfachen Mordes und 27-fachen Mordversuchs verurteilt worden. Das Gericht beschrieb, dass der Mann Patienten auf einer Palliativstation tödliche Injektionen gab, weil er sich von ihnen störte. Das Urteil besitzt eine besondere Schwere der Schuld – eine Entlassung nach 15 Jahren ist damit praktisch ausgeschlossen.

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