CDU-Parteichef Friedrich Merz: schwacher Auftritt, starkes Wahlergebnis. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Das hätte auch anders ausgehen können für Merz. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hatte im Dezember nur 83,6 Prozent erreicht. Von der Klatsche für SPD-Chef Lars Klingbeil ganz zu schweigen; er kam nur auf 65 Prozent.
Eine derartige Abstrafung für Merz war nicht zu erwarten; dafür geht die CDU zu pfleglich mit ihren Kanzlern um. Doch dass es am Ende mehr als 90 Prozent wurden – das war keineswegs ausgemacht.
Zumal der Parteitag alles andere als reibungslos lief. Die Wahl von Merz fand mit drei Stunden Verspätung statt, was nicht nur an langen Redebeiträgen lag. Während ein CDU-Politiker nach dem anderen die Digitalisierung Deutschlands beschwor, die man nun wirklich vorantreiben werde, scheiterte die Partei an einem digitalen Wahlverfahren. Technikprobleme führten dazu, dass doch Stimmzettel und Stifte verteilt werden mussten. Eine peinliche Panne.



