Konflikt: China warnt vor neuer Chipkrise – Wieder Streit bei Nexperia

Konflikt: China warnt vor neuer Chipkrise – Wieder Streit bei Nexperia

Konflikt: China warnt vor neuer Chipkrise – Wieder Streit bei Nexperia

China warnt vor neuen Engpässen in der Halbleiter-Lieferkette. Der Konflikt zwischen der niederländischen Zentrale und der chinesischen Sparte gefährdet laut Peking die Produktion. 07.03.2026 – 16:59 Uhr
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Nexperia: Der niederländische Chiphersteller ist in einen Konflikt zwischen seiner Zentrale in den Niederlande und der chinesischen Tochter geraten. Foto: REUTERS

Peking. China hat angesichts eines aufflammenden Konflikts beim niederländischen Chiphersteller Nexperia vor erneuten weltweiten Engpässen in der Halbleiter-Lieferkette gewarnt. Das Handelsministerium in Peking verwies am Samstag auf „neue Konflikte“ zwischen der niederländischen Konzernzentrale und der chinesischen Tochtergesellschaft, die die Produktion gefährdeten.

Auslöser der Warnung ist der Vorwurf der chinesischen Nexperia-Sparte, die niederländische Muttergesellschaft habe die Bürokonten aller Mitarbeiter in China gesperrt. Dies habe „neue Schwierigkeiten und Hindernisse“ für die Verhandlungen geschaffen, erklärte das Ministerium. „Sollte dies erneut zu einer globalen Krise in der Halbleiterproduktion und Lieferkette führen, müssen die Niederlande die volle Verantwortung dafür übernehmen.“ Nexperia ist ein wichtiger Lieferant für die Autoindustrie, die Chips des Unternehmens stecken in zahlreichen elektronischen Fahrzeugsystemen.

Der Streit schwelt bereits seit Monaten und hat direkte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Im Oktober war die Produktion in der globalen Autoindustrie ins Stocken geraten, nachdem die Regierung in Peking Exportkontrollen für Nexperia-Chips aus chinesischer Fertigung verhängt hatte.

Gericht bestätigt Suspendierung von Nexperia-Eigner – und ordnet Untersuchung an

Vorausgegangen war die Beschlagnahmung der Anteile der chinesischen Muttergesellschaft Wingtech durch niederländische Behörden und die Übertragung an einen Treuhänder. Nach Anhörungen vor Gericht untersucht inzwischen unabhängige Experten, was in den vergangenen Jahren bei Nexperia vorgefallen ist.

Nach der staatlichen Intervention der Niederlande hatte sich der chinesische Arm von Nexperia von der Kontrolle durch das europäische Management losgesagt. Seither werfen sich beide Seiten unfaire Verhandlungspraktiken vor, während die niederländische Zentrale die Lieferung von Wafern an das Werk in der Provinz Guangdong wegen mutmaßlich ausbleibender Zahlungen ausgesetzt hat. Vermittlungsversuche von Peking, Den Haag und Brüssel blieben bislang erfolglos.

rtr, HB

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