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Krankenkassen drehen an der Beitragschraube

20. Dezember 2025· Tobias Ellwanger

Zum neuen Jahr müssen Millionen gesetzlich Versicherte tiefer in die Tasche greifen. Viele große Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge – trotz Sparmaßnahmen der Regierung.

Die Krankenkassenlandschaft in Deutschland wird 2026 teurer. Während der durchschnittliche Beitragssatz bislang bei 17,5 Prozent lag, folgen jetzt zahlreiche Versicherer mit Erhöhungen. Besonders große Kassen wie die DAK, die Techniker Krankenkasse und verschiedene AOK-Regionalverbände erhöhen ihre Sätze um 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte. Insgesamt betroffen sind rund 23 Millionen Versicherte allein bei diesen Anbietern. Andere etablierte Versicherungen wie die Barmer, die AOK Bayern und die IKK Classic halten ihre Beiträge stabil.

Konkret bedeutet eine Erhöhung um 0,3 Prozentpunkte bei einem Bruttoeinkommen von 3500 Euro etwa fünf Euro mehr monatlich. Die Kassen führen die Erhöhungen auf steigende Kosten zurück – für Krankenhausbehandlungen und Medikamente – sowie auf notwendige Rücklagenaufbau. Die Gesundheitsministerin betont, dass die Regierung durch Sparmaßnahmen im Bundestag einen noch stärkeren Anstieg verhindert habe.

Die Krankenkassen hingegen sehen die Verantwortung bei der Politik, die gegen explodierende Leistungsausgaben nicht ausreichend vorgehe. Ein Wettbewerb zwischen den Anbietern führt dazu, dass einige Kassen erhöhen, während andere ihre Beiträge halten oder sogar senken.

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