Kuba kämpft mit erneutem landesweitem Stromausfall
Innerhalb von sieben Tagen ist Kubas Stromnetz zum zweiten Mal komplett zusammengebrochen. Die Energiekrise verschärft die ohnehin angespannte Versorgungslage dramatisch.
Kuba erlebt eine massive Energiekrise: Nur eine Woche nach dem ersten inselweiten Blackout ist es erneut zu einem totalen Stromausfall gekommen. Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz bestätigte, dass die Wiederherstellung der Versorgung unter schwierigsten Bedingungen läuft.
Hauptursache für die Stromkollapse ist ein Fehlen von Erdöl. Das karibische Land erhält seit drei Monaten keine Öllieferungen mehr von außen – ein Resultat des von US-Präsident Trump verhängten Embargos. Da Kubas Stromversorgung vollständig auf fossile Energieträger angewiesen ist und die Infrastruktur marode ist, führt dies zu repetitiven Ausfällen. Diese Situation trifft eine Bevölkerung von knapp zehn Millionen Menschen in einer bereits prekären wirtschaftlichen Lage besonders hart: Lebensmittel verderben ohne Kühlung, Krankenhäuser müssen Leistungen einschränken, der Schulbetrieb fällt aus, und Müll sammelt sich auf den Straßen.
Während Havanna die anhaltende Blockade durch die USA für die Krise verantwortlich macht, führen beide Länder parallel vertrauliche Gespräche. Die kubanische Regierung lehnt Veränderungen ihres politischen Systems ab, während Trump wirtschaftlichen Druck ausübt, um Veränderungen auf der Insel zu erzwingen.