USA erwägen Personalabbau an Botschaft in Havanna
Kuba blockiert die Diesellieferungen für die US-Botschaft. Washington denkt über einen Rückzug von Personal nach. Die Spannungen zwischen beiden Ländern verschärfen sich zusehends.
Die kubanische Regierung verweigert der amerikanischen Botschaft in Havanna die Einfuhr von Diesel für deren Stromaggregate. Das US-Außenministerium erwägt daraufhin, Mitarbeiter von der Insel abzuziehen. Nach Aussagen von Regierungsbeamten könnte dies zur Folge haben, dass auch Kuba sein Personal in Washington reduziert.
Die Situation verschärft sich vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Havanna. Präsident Trump deutete kürzlich an, dass die USA Kuba unter Umständen übernehmen oder »befreien« könnten. Hinzu kommt: Mit dem Sturz des venezolanischen Präsidenten Maduro im Januar verlor Kuba einen seiner wichtigsten Verbündeten und Öllieferanten.
Dennoch führen beide Länder derzeit auch formelle Gespräche miteinander. Das kubanische Präsidium bestätigte jüngste Treffen mit US-Vertretern zum Abbau bilateraler Differenzen. Nach Berichten soll die USA eine Entmachtung von Präsident Díaz-Canel anstreben, während die kommunistische Partei an der Macht bleiben könnte.