CDU gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz deutlich
Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die CDU klar gewonnen und wird wieder stärkste Kraft im Land. Die SPD unter Ministerpräsident Schweitzer verliert massiv an Stimmen. CDU-Kandidat Schnieder strebt eine Koalition mit den Sozialdemokraten an.
Die Christdemokraten setzen sich bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl mit 31 Prozent deutlich durch. Damit kehrt die CDU nach mehr als 35 Jahren an die Spitze des Landes zurück. Die bisherige Regierungspartei SPD sackt auf 25,9 Prozent ab und verliert damit etwa zehn Prozentpunkte. Die Grünen erhalten 7,9 Prozent, während die AfD ihren Stimmenanteil auf 19,5 Prozent mehr als verdoppelt. FDP und Linke scheitern am Einzug ins Parlament.
CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder kündigte an, eine Koalition mit der SPD bilden zu wollen. Eine Zusammenarbeit mit extremistischen Parteien lehnt er ab. Schweitzer räumt seine Niederlage ein, will aber nicht in ein neues Kabinett eintreten. Stattdessen möchte die SPD eine starke Rolle in der Regierung spielen und ihre Verantwortung für das Land weiter wahrnehmen.
Die Wahl wird bundesweit als Signal für die SPD wahrgenommen. Parteichefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil räumen ein, dass auch die Unzufriedenheit mit der Bundespolitik zu dem Ergebnis beitrug. Mehrere Parteigrößen fordern nun, dass sich die SPD wieder stärker auf zentrale Themen konzentriert und die Sorgen der Bürger ernst nimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 69,5 Prozent und damit über dem Wert von 2021.