Delcy Rodriguez, Maria Corina Machado: Das venezolanische Regime hat sich neu geordnet, aber nicht aufgelöst. Foto: Reuters (2), Getty Images [M]
Lateinamerika: Venezuelas politische Opposition versucht den Neustart
Caracas. Wer in diesen Tagen in Venezuela mit jemandem aus der Opposition sprechen will, verabredet sich besser diskret. Viele löschen ihre Nachrichten sofort wieder. Zu frisch ist die Erinnerung an die Monate, in denen Milizen und Soldaten Menschen auf offener Straße anhielten, ihre Handys kontrollierten und Verdächtige in den Gefängnissen des Regimes verschwanden.
Offen ist die Repression nicht mehr überall zu sehen. Die Colectivos, die bewaffneten Schlägertruppen des Regimes, sind aus vielen Straßen verschwunden, Militärkontrollen sind seltener geworden. Doch die Angst ist geblieben.
NGOs wie Foro Panel gehen davon aus, dass noch immer mehr als 500 politische Gefangene in Haft sind. Und diese Drohkulisse reicht, um die Opposition kleinzuhalten: Sie trifft sich kaum, organisiert sich nur zögerlich und tritt kaum sichtbar auf.
Dabei wäre gerade jetzt der Moment, an dem sie sich sammeln müsste. Denn mit der Festnahme des Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau vor rund zehn Wochen durch US-Spezialkräfte ist in Venezuela zwar eine Figur verschwunden, nicht aber das System. An der Spitze steht nun Delcy Rodríguez. Ihr Bruder kontrolliert das Parlament, Diosdado Cabello den Sicherheitsapparat.
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