Verdorbene Muscheln: Wann wird es gefährlich?
Eine Familie ist in Istanbul möglicherweise an einer Muschelvergiftung gestorben. Wie gefährlich verdorbene Muscheln wirklich sind und woran man sie erkennt.
In Istanbul ist eine vierköpfige Familie aus Hamburg nach dem Verzehr von Muscheln ums Leben gekommen. Der Verdacht fällt auf eine Lebensmittelvergiftung. Der Vorfall wirft die Frage auf: Wie giftig können verdorbene Muscheln tatsächlich sein?
Das Problem beginnt damit, dass Muscheln beim Filtern von Meerwasser nicht nur Nährstoffe aufnehmen, sondern auch Bakterien, Viren oder Giftstoffe aus Algen. Besonders gefährlich werden sie, wenn sich Fäulniserreger wie bestimmte Bakterien oder sogar Botulinum-Toxine bilden – eines der stärksten bekannten Gifte. Erste Symptome wie Übelkeit oder Durchfall können bereits 30 Minuten nach dem Verzehr auftreten, in schweren Fällen drohen Atemlähmungen oder Kreislaufversagen.
Verdorbene Muscheln lassen sich an offenen Schalen vor dem Kochen, an fauligem Geruch oder verfärbtem, schleimigem Fleisch erkennen. Bei Verdacht auf Vergiftung ist ein sofortiger Besuch bei einem Arzt oder in der Notaufnahme notwendig. Reste der Muscheln sollten aufbewahrt werden, um eine Laboranalyse zu ermöglichen.