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Lidl-Chef fordert europäische Unabhängigkeit bei künstlicher Intelligenz

09. Januar 2026· Jonas Brinkmann

Der Vorstandsvorsitzende der Schwarz-Gruppe warnt vor Abhängigkeiten von US-amerikanischen und chinesischen Technologiekonzernen. Deutschland müsse bei KI-Entwicklung eigenständig werden.

Bei einem Treffen der SPD-Bundestagsfraktion hat Gerd Chrzanowski, Chef des Lidl- und Kaufland-Mutterkonzerns Schwarz-Gruppe, vor den Gefahren ausländischer Kontrolle im Bereich Künstliche Intelligenz gewarnt. Er plädierte dafür, dass Deutschland technologisch unabhängig von den USA und China werden müsse. Als praktisches Beispiel nannte er seinen eigenen Konzern, der die Zusammenarbeit mit Microsoft beendet hat und nun auf eine eigene Cloud-Infrastruktur setzt.

Chrzanowski betonte insbesondere die strategische Bedeutung von Daten für die wirtschaftliche Zukunft. Diese dürften nicht in die Hände außereuropäischer Konzerne gelangen. Während er in Bereichen wie Social Media europäische Alternativen für unrealistisch hielt, zeigte er sich optimistisch hinsichtlich der KI-Entwicklung. Mit koordiniertem Handeln könne Deutschland noch in diesem aufstrebenden Markt Fuß fassen.

Die SPD plant als Reaktion eine KI-Offensive für den deutschen Mittelstand. Kernstück soll ein staatlich finanzierter Gutschein sein, mit dem kleinere und mittlere Unternehmen KI-Lösungen von europäischen Anbietern erwerben können. So soll die digitale Transformation in deutschen Betrieben beschleunigt werden.

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