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Gericht verbietet Lidls umstrittene Preissenkungswerbung

21. Februar 2026· Hitkanal.FM Redaktion

Das Landgericht Heilbronn hat Lidl wegen irreführender Werbung verurteilt. Die Kampagne mit der »größten Preissenkung aller Zeiten« hielt nicht, was sie versprach.

Lidl muss seine Werbekampagne von Mai 2025 einstellen. Das Landgericht Heilbronn hat entschieden, dass die Ankündigung von dauerhaften Preisreduktionen bei 500 Produkten verbraucher täuschend war. Die Verbraucherzentrale Hamburg setzte sich in ihrem Rechtsstreit durch und argumentierte erfolgreich, dass das Unternehmen zu hohe Erwartungen geschürt hatte.

Der zentrale Kritikpunkt: Lidl machte in der Werbung großflächig von 500 reduzierten Produkten, versteckte aber wichtige Einschränkungen in Fußnoten. Tatsächlich waren viele der Preissenkungen nur regional verfügbar oder deutlich weniger Artikel betroffen. Unabhängige Analysen konnten im Juni 2025 lediglich 270 bis 300 reduzierte Produkte nachweisen. Der Richter führte aus, dass Verbraucher erwarten dürfen, dass beworbene Angebote in ihrem örtlichen Markt erhältlich sind – eine Erwartung, die Lidl nicht erfüllte.

Der Discounter kündigte an, die schriftliche Urteilsbegründung zu prüfen und mögliche Rechtsmittel zu bewerten. Zusätzlich zeigte sich später, dass mehr als ein Viertel der im Mai reduzierten Produkte inzwischen wieder ihre früheren Preise erreicht oder überschritten hatte – auch dies widerspreche dem Versprechen von Dauerhaftigkeit.

H
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