Ukraine-Krieg: Neue Drohnenangriffe und diplomatische Signale
Die Ukraine setzt ihre Attacken auf russische Energieinfrastruktur fort. Gleichzeitig signalisiert Präsident Selenskyj Bereitschaft zu Friedensgesprächen noch vor dem Winter.
Im Ukraine-Konflikt verschärft sich die Lage an mehreren Fronten gleichzeitig. Ukrainische Drohnen griffen in der Nacht zum Sonntag eine Ölraffinerie in Saratow an und lösten nach eigenen Angaben einen Großbrand aus. Die Anlagen des russischen Ölkonzerns Rosneft sind ein strategisches Ziel, da sie die russischen Kriegsanstrengungen versorgen. Auch auf der annektierten Halbinsel Krim spüren Zivilisten die Folgen: Dort wurden Benzinbegrenzungen eingeführt, nachdem Tankstellen von langen Schlangen überlaufen wurden.
Parallel dazu signalisiert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem CBS-Interview Verhandlungsbereitschaft. Er verweist auf eine verbesserte militärische Position der Ukraine seit Dezember 2025 und sieht ein Zeitfenster für diplomatische Gespräche vor dem kommenden Winter. Der Druck auf Russland müsse erhöht werden, auch durch verstärkte Sanktionen in der westlichen Welt.
Unterdessen melden ukrainische Behörden neue Angriffe auf Zivilgebiete. In Charkiw, Cherson und anderen Regionen wurden erneut Dutzende Menschen verletzt. Auch Rumänien verzeichnete einen Zwischenfall: Eine russische Drohne vom Typ Geran-2 beschädigte ein Wohngebäude in Galati und verletzte mehrere Menschen.