Live-Ticker zum Krieg in der Ukraine: Russland öffnet Privatfirmen die Waffenkammer

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Kiew/Moskau – Krieg in Europa! Russland griff am 24. Februar 2022 die Ukraine an – der Beginn einer völkerrechtswidrigen Vollinvasion. Die Eroberung der Hauptstadt Kiew scheiterte zwar – doch seit Jahren lässt Kreml-Diktator Wladimir Putin (73) Nacht für Nacht Gebiete in der gesamten Ukraine, inklusive Kiew, mit Drohnen und Raketen angreifen.

Nach dem dramatischen Drohneneinschlag in der rumänischen Stadt Galati am 29. Mai hat Präsident Nicusor Dam (56) bekannt gegeben, dass es sich „zweifelsfrei“ um eine russische Drohne vom Typ Geran-2 handelte. „Die Tatsache, dass ein solches Gerät ein Wohngebäude in Rumänien getroffen hat, Verletzte und Sachschäden verursacht hat, ist von besonderer Schwere, und der einzige Verantwortliche ist Russland“, so Dan.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg lesen Sie im Live-Ticker:

  • Eingeschlagene Drohne in Rumänien war russisch

    Der rumänische Präsident Nicusor Dan hat auf X bestätigt, dass die am 29. Mai in der rumänischen Stadt Galati eingeschlagene Drohne aus Russland kam. „Auf den geborgenen Fragmenten wurde die Inschrift in kyrillischen Buchstaben ‚ГЕРАН-2‘ identifiziert, und die analysierten elektronischen Komponenten weisen Ähnlichkeiten mit anderen zuvor auf rumänischem Territorium geborgenen Drohnen des Typs Geran-2 auf, die mit Sicherheit als in der Russischen Föderation hergestellt identifiziert wurden“, teilte Dan mit.

    Die Ergebnisse der rumänischen Untersuchung werden der Nato und der EU zur Verfügung gestellt. Dan erklärt zudem: „Rumänien wird keinen Vorfall ignorieren oder bagatellisieren, der das Leben seiner Bürger, die nationale Sicherheit oder die Souveränität des rumänischen Staates gefährdet.“

  • Es kommen weniger Ukrainer nach Deutschland

    Im vergangenen Jahr sind unter dem Strich deutlich weniger Menschen nach Deutschland zugewandert als 2024. Die sogenannte Nettozuwanderung sank um 45 Prozent auf 235.000 Personen, nach zuvor 430.000, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Den endgültigen Ergebnissen zufolge gab es insgesamt rund 1,48 Millionen Zuzüge und 1,25 Millionen Fortzüge über die deutschen Grenzen. Damit fiel die Zahl der zugewanderten Menschen um 13 Prozent, während sich die Summe der Abwanderungen um knapp zwei Prozent verringerte.

    Eine wesentliche Ursache für den Rückgang ist die niedrigere Zuwanderung aus den Hauptherkunftsländern von Asylsuchenden sowie aus der Ukraine. So sank die Nettozuwanderung aus Syrien um 67 Prozent auf 25.000. Aus der Türkei kamen netto 24.000 Menschen, ein Minus von 41 Prozent. Für Afghanistan registrierten die Behörden einen Rückgang um ebenfalls 41 Prozent auf 19.000. Auch die Nettozuwanderung aus der Ukraine war mit 96.000 Personen erneut rückläufig, was einem Minus von 21 Prozent zum Vorjahr entspricht

  • Viele Verletzte nach russischen Angriffen

    In der Ukraine sind bei russischen Angriffen erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt worden. In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es auch Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden, eine weitere Frau habe es in der Kleinstadt Bohoduchiw getroffen, schrieb er auf Telegram.

    Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1:30 Uhr Ortszeit (0:30 Uhr MESZ) in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden.

    Vier weitere Verletzte gab es in der Region Dnipropetrowsk. Eine 54-Jährige schwebe in Lebensgefahr, teilte der Gouverneur Olexander Hanscha am Morgen mit. Zum Zeitpunkt der Angriffe machte er keine Angaben.

    Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

  • Frankreich kapert russischen Öltanker

    Die französische Marine hat im Atlantik erneut einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt. Der Tanker „Tagor“ sei am Sonntagmorgen in internationalen Gewässern mit Unterstützung Großbritanniens und weiterer Partner gestoppt worden, erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag im Onlinedienst X.

    „Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, das Seerecht verletzen und den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt“, erklärte Macron. Zu seiner Mitteilung veröffentlichte der Präsident kurze Aufnahmen des Einsatzes.

    Es war die vierte Festsetzung dieser Art durch Frankreich im Kampf gegen die sogenannte russische Schattenflotte.

    Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen dieser Flotte umgeht Russland nach Überzeugung westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zur Schattenflotte.

    Frankreich hatte zuletzt im März einen Tanker aus der russischen Schattenflotte festgesetzt. Das im Mittelmeer festgesetzte Schiff „Deyna“ hatte im April nach Zahlung einer Geldsumme seine Fahrt fortgesetzt. Die französische Regierung hatte damals angekündigt, die Strafen für das Fahren unter falscher Flagge zu verdoppeln.

  • Selenskyj wirbt im US-TV für Friedensgespräche

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. In dem am Sonntag ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender CBS warb Selenskyj um die Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine. „Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“, sagte Selenskyj in der Sendung „Face the Nation“. „Wir haben also jetzt diese Zeitspanne vor dem Winter … vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen.“

    Verhandelt werden könne auch mithilfe Europas oder bilateral mit Russland. Dies hänge auch vom Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin ab, sagte Selenskyj. Der Druck in der russischen Gesellschaft wachse, und der Druck durch Sanktionen müsse verstärkt werden.

    An der Front in der Ukraine hat sich der Vormarsch der russischen Truppen verlangsamt, während die Ukraine zunehmend die für Russland wichtige Ölindustrie angreift. Der Kommandeur des Dritten Armeekorps der Ukraine, Brigadegeneral Andrij Bilezkyj, hatte Reuters vor wenigen Tagen gesagt, die Ukraine habe ein Zeitfenster von sechs Monaten, um die Initiative zu ergreifen und ihre Position für Verhandlungen zu stärken. Die russische Armee sei nach seiner Einschätzung erschöpft und zu größeren Durchbrüchen nicht mehr in der Lage.

  • „Putin bildet ukrainische Kinder zu Kämpfern aus“

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sagte am Sonntag in einem Interview mit US-Sender CBS News, seine Regierung verfüge über Beweise dafür, dass Russland ukrainische Kinder entführe und sie für den Kampf gegen andere Ukrainer ausbilde. Es ist laut CBS News das erste Mal, dass Selenskyj diese Anschuldigung öffentlich erhoben hat. Sie geht über die dokumentierten Beweise hinaus, dass Russland ein staatlich gefördertes Programm zur Umerziehung oder „Russifizierung“ ukrainischer Kinder in Lagern betreibt.

    „Sie haben diesen Kindern beigebracht, ihr Heimatland und die einheimische Bevölkerung zu hassen“, sagte Selenskyj. „Und stellen Sie sich vor: Solche jungen Ukrainer, Jungen, kommen auf das Schlachtfeld und töten Ukrainer.“ Selenskyj sagte: „Ja, wir haben Beweise dafür.“

  • Drohnenangriffe auf russische Energieanlagen

    Die Ukraine hat neue Angriffe auf russische Energieanlagen geflogen. Der ukrainische Generalstab teilte mit, ukrainische Drohnen hätten die Ölraffinerie in Saratow im Südwesten Russlands getroffen und einen Großbrand ausgelöst. Er behauptete, die Raffinerie habe Moskaus Kriegsanstrengungen versorgt.

    Die Raffinerie gehört dem staatlichen russischen Ölkonzern Rosneft. Der lokale russische Gouverneur Roman Busargin sagte, ukrainische Drohnen hätten zivile Infrastruktur beschädigt, nannte jedoch keine Details. Astra, ein unabhängiger russischer Nachrichtensender, berichtete, dass in der Stadt Saratow eine Ölraffinerie in Flammen stehe.

  • Benzin auf der Krim wird knapp

    Die Behörden auf der von Russland seit 2014 annektierten Halbinsel Krim haben nach den ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölanlagen Begrenzungen für die Ausgabe von Benzin eingeführt. Benzin der Marke AI-95 – entspricht Super in Europa – werde vorrangig an öffentliche und soziale Verkehrsmittel abgegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Region, Sergej Aksjonow, auf Telegram mit. Normale Bürger könnten den Treibstoff nur mit Bezugsschein tanken – dann ohne Mengenbegrenzung. Für die Marke AI-92 (Normal) gelte wiederum eine Obergrenze von 20 Litern.

    „Das Tanken in Kanister ist verboten“, schrieb Aksjonow zudem. Damit soll offenbar Hamstern verhindert werden. Seinen Angaben nach gelten die Beschränkungen zunächst für einen Zeitraum von 30 Tagen. Im Internet kursieren derweil zahlreiche Videos von langen Schlangen vor den Tankstellen auf der Krim.

    Seit Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine dient die Krim als Versorgungsbasis für die im Süden der Ukraine angreifenden russischen Truppen. Daher ist die Halbinsel vermehrt ins Visier ukrainischer Drohnen- und Raketenangriffe gerückt.

  • BSW-Chef für Merkel als Verhandlerin

    BSW-Chef Fabio De Masi hält die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die richtige Wahl als Verhandlerin für mögliche Ukraine-Friedensgespräche. „Man hätte ja zum Beispiel sagen können, dann schicken wir eben die Merkel hin. Aber nicht mal das wird ja gemacht in diesem Land“, sagte De Masi beim Landesparteitag des BSW Brandenburg in Cottbus. Er warb für diplomatische Initiativen. „Dieser Krieg hätte vermeidbar sein können, er hätte sich früher beenden lassen.“

    Die EU wird vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen. Als potenzielle Kandidaten für einen EU-Sondergesandten-Job wurden bisher unter anderem Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb sowie Ex-EZB-Chef Mario Draghi genannt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte öffentlich den Namen des früheren deutschen Kanzlers Gerhard Schröder ins Spiel gebracht. Er gilt aber schon wegen seiner Nähe zum Kremlchef als nicht vermittelbar.

  • Selenskyj wirbt im US-Fernsehen für Friedensgespräche

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. In dem am Sonntag ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender CBS warb Selenskyj um die Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine.

    „Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“, sagte Selenskyj in der Sendung „Face the Nation“. „Wir haben also jetzt diese Zeitspanne vor dem Winter … vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen.“

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