Trumps Abschiebetrupps ausgeweitet: Südstaaten im Fokus
Nach Einsätzen in Los Angeles und Chicago expandieren die US-Einwanderungsbehörden jetzt in den Süden. Louisiana und Mississippi sollen Tausende Festnahmen bringen.
Die US-Grenzbehörden haben die südlichen Bundesstaaten Louisiana und Mississippi als nächste Einsatzgebiete für Abschiebemaßnahmen auserkoren. Unter dem Codename "Swamp Sweep" sollen ab Anfang Dezember verstärkt Operationen gegen mutmaßlich illegale Einwanderer stattfinden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP rechnet die Bundesregierung mit rund 5000 Festnahmen in beiden Staaten.
Erste Einheiten der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE werden bereits am kommenden Freitag in New Orleans erwartet. Die Einsätze folgen auf Operationen in Charlotte, North Carolina, die am Samstag begonnen haben. Damit wird das Vorgehen gegen illegale Einwanderer auf ein neues geografisches Gebiet ausgeweitet – nachdem Präsident Trump bereits in Los Angeles und Chicago massive Razzien durchführen ließ.
In Chicago werden die Einsätze unterdessen kritisiert: Anwohner und Demonstranten werfen den Beamten übermäßige Gewaltanwendung vor. Ein Bundesrichter hat daraufhin einige aggressive Taktiken untersagt und ordnete an, dass die Beamten Körperkameras tragen müssen.