Deutsche fliegen wieder mehr – aber lieber ins Ausland
Der deutsche Luftverkehr wächst, bleibt aber unter Vor-Corona-Niveau. Während Fernreisen in den Süden boomen, fliegen Deutsche deutlich weniger im Inland.
Der deutsche Luftverkehr hat sich weiter erholt: Von April bis Oktober 2025 starteten rund 68,5 Millionen Passagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland – ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings liegen die Zahlen noch immer 2,8 Prozent unter dem Rekordsommer 2019 vor der Coronapandemie.
Besonders beliebt sind weiterhin europäische Ziele. Spanien führt mit 10,5 Millionen Reisenden die Hitliste an und übertrifft sogar die Vorkrisen-Werte um ein Prozent. Die Türkei folgt mit 7,7 Millionen Fluggästen, Italien mit 5,3 Millionen. Griechenland erlebt einen Boom: Mit 4,5 Millionen Reisenden liegen die Ankünfte 27 Prozent über 2019. Auch Ägypten verzeichnet starkes Wachstum mit einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau.
Die USA als ehemaliger Favorit verlieren hingegen an Attraktivität. Mit 4,5 Millionen Reisenden fliegen sogar 3,6 Prozent weniger Deutsche dorthin als 2019. Experten machen unter anderem die Außenpolitik für diesen Rückgang verantwortlich. Im Inland sinken die Fluggäste-Zahlen weiter: Mit 5,3 Millionen Passagieren wird ein Minus von knapp 55 Prozent gegenüber 2019 verzeichnet. Bahnverbindungen haben viele Kurzstreckenflüge ersetzt.