Kubicki will FDP-Chef werden
Der 74-jährige Wolfgang Kubicki bewirbt sich um den Vorsitz der FDP. Der Schleswig-Holsteiner will die Liberalen neu ausrichten und tritt gegen Amtsinhaber Dürr und NRW-Chef Höne an.
Die FDP steht vor einem Führungswechsel. Wolfgang Kubicki, langjähriger Vizevorsitzender der Partei und ehemaliger Bundestags-Vizepräsident, wird sich Ende Mai um den Bundesvorsitz bewerben. Damit treten mindestens drei Kandidaten gegeneinander an: neben Kubicki der amtierende Chef Christian Dürr und Henning Höne aus Nordrhein-Westfalen.
Kubicki wirft der Partei vor, sich zu sehr in akademischen Debatten zu verlieren. Er verspricht eine FDP, die wieder eigenständig und selbstbewusst auftritt und für wirtschaftliche Vernunft sowie individuelle Freiheit eintritt. Als möglicher Generalsekretär an seiner Seite könnte Martin Hagen fungieren, ehemaliger Fraktionschef in Bayern.
Der Führungswechsel wird nötig, nachdem der Bundesvorstand Ende März 2026 geschlossen zurücktrat. Grund waren Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Schon bei der Bundestagswahl 2025 war die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, woraufhin langjähriger Vorsitzender Christian Lindner die Politik verließ. Die Entscheidung fällt auf dem Parteitag Ende Mai.