Japan signalisiert mögliche Devisenmarktintervention zusammen mit den USA
Tokio deutet gemeinsames Handeln mit Washington an, um den schwachen Yen zu stützen. Erste Warnsignale sind bereits erfolgt – Experten sind jedoch skeptisch, ob Eingriffe dauerhaft wirken.
Japans Regierung verstärkt ihre Bemühungen, die seit elf Monaten schwächelnde Landeswährung zu stabilisieren. Hochrangige Vertreter signalisieren eine enge Abstimmung mit den USA – ein Zeichen dafür, dass direktes Handeln am Devisenmarkt näher rückt. Die US-Notenbank Fed hat bereits sogenannte Rate Checks durchgeführt, eine klassische Vorbereitung vor möglichen Interventionen.
Die bloßen Ankündigungen zeigen bereits Wirkung: Der Yen notierte am Montag deutlich stärker als noch am Freitag. Allerdings warnen Finanzexperten, dass verbale Warnungen und direkte Eingriffe unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen. Sollte die Bank of Japan tatsächlich Devisenreserven einsetzt, um Yen zu kaufen, könnte dies teuer und riskant werden – besonders wenn der gewünschte Effekt ausbleibt und Spekulationen zunehmen.
Entscheidend für den längerfristigen Yen-Kurs ist letztlich, ob Japans Regierung ihre Finanzprobleme in den Griff bekommt. Nur wenn die Sorgen um Staatsanleihen nachlassen und die fiskalischen Rahmenbedingungen sich verbessern, dürfte die Währung ohne direkte Zentralbankeingriffe wieder an Wert gewinnen.