Mario Adorf (†95): Letzte Ruhe neben Brigitte Bardot

Mario Adorf (†95): Letzte Ruhe neben Brigitte Bardot

TTS-Player überspringen

Artikel weiterlesen

Paris/Saint-Tropez (Frankreich) – Es ist ein Ort voller Sonne, Salz in der Luft und großer Geschichten. Genau dort soll Filmlegende Mario Adorf (†95) seine letzte Ruhe finden – auf dem berühmten Cimetière marin von Saint-Tropez, mit Blick auf das glitzernde Mittelmeer.

Ein Friedhof wie aus einem Film: weißer Stein, enge Wege, Zypressen, das Meer. Ein Ort, der so gar nicht nach Abschied wirkt, sondern nach Ewigkeit.

Blick auf den Cimetière marin in Saint-Tropez: Der berühmte Friedhof liegt direkt am Meer, hier fanden auch Stars wie Brigitte Bardot (†91), Regisseur Roger Vadim (†72) oder Musikproduzent Eddie Barclay (†84) ihre letzte Ruhe

Blick auf den Cimetière marin in Saint-Tropez: Der berühmte Friedhof liegt direkt am Meer, hier fanden auch Stars wie Brigitte Bardot (†91), Regisseur Roger Vadim (†72) oder Musikproduzent Eddie Barclay (†84) ihre letzte Ruhe

Hier wurde erst vor wenigen Monaten auch Film-Ikone Brigitte Bardot (†91) beigesetzt, im Familiengrab. Für Adorf war sie mehr als ein Weltstar. Sie war die Frau, die ihn mit seiner großen Liebe Monique Faye zusammenbrachte.

Ende der 60er: Brigitte Bardot (damals 34, r.) mit ihrer Freundin Monique und Mario Adorf (damals 38) bei Dreharbeiten in Rom

Ende der 60er: Brigitte Bardot (damals 34, r.) mit ihrer Freundin Monique und Mario Adorf (damals 38) bei Dreharbeiten in Rom

Ein Friedhof der Erinnerungen

In seinem letzten BILD-Interview sagte Mario Adorf: „Der Friedhof in Saint-Tropez ist wunderschön. Direkt am Meer.“ Der Cimetière marin ist kein gewöhnlicher Friedhof. Hier liegen Menschen, die Saint-Tropez geprägt haben und Mario Adorf gehörte dazu. Mit seiner Monique verbrachte er hier viele Sommer, viele glückliche Tage. Saint-Tropez war sein Rückzugsort, ihr gemeinsames Paradies.

Mario Adorf mit seiner Ehefrau Monique am Strand von Saint-Tropez, hier verbrachten sie viele glückliche gemeinsame Momente

Mario Adorf mit seiner Ehefrau Monique am Strand von Saint-Tropez, hier verbrachten sie viele glückliche gemeinsame Momente

Glaube spielte für Mario Adorf keine Rolle

Mario Adorf war Mitglied der Kirche, doch gläubig war er nie wirklich. „Ich bin nie ausgetreten, um etwa Kirchensteuer zu sparen“, sagte Adorf zu BILD im letzten Jahr. „Ich bin katholisch aufgewachsen, zum Teil im Waisenhaus.“ Die Nonnen seien streng gewesen, erinnerte er sich. Jeden Morgen Messe, jeden Tag Gebet. Doch eines habe sich nie eingestellt: echter Glaube. Mario Adorf glaubte an das Leben und an seine Endlichkeit. Im letzten Gespräch mit BILD sagte er: „Ich habe auch keinen Ehrgeiz, noch älter zu werden. Mein Professor an der Uni in Mainz saß mit 100 im Rollstuhl. Damals dachte ich mir: Nein, das möchte ich nicht. So alt will ich nicht werden.“

Der große deutsche Schauspieler starb am 8. April im Alter von 95 Jahren friedlich in seiner Wohnung in Paris. Er hinterlässt seine Frau Monique und seine Tochter Stella (62) und seinen Enkel Julius (22). Seine Tochter stammt aus einer früheren Beziehung mit Schauspielerin Lis Verhoeven (†88).

Weiterlesen

Weitere Nachrichten