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Rutte versucht Trump zu besänftigen

09. April 2026· Carolin Hausmann

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist ins Weiße Haus gereist, um mit Donald Trump zu sprechen. Der US-Präsident ist verärgert über mangelnde Unterstützung der Nato-Partner im Irankrieg und droht weiterhin mit Konsequenzen.

Das Treffen zwischen Nato-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus stand unter angespannten Vorzeichen. Trump wirft dem Militärbündnis vor, ihn im Konflikt mit dem Iran nicht unterstützt zu haben. Das Gespräch fand ohne Pressebeisein statt und dauerte zweieinhalb Stunden.

Nach der Unterredung beschrieb Rutte das Treffen als offene Diskussion zwischen zwei Freunden. Trump habe sich deutlich enttäuscht vom transatlantischen Bündnis und mehreren Partnerstaaten gezeigt. Einzelheiten etwa zu einem möglichen Nato-Austritt teilte der Generalsekretär nicht mit. Trump selbst ließ danach wenig Besänftigung erkennen und schrieb in Großbuchstaben: Die Nato sei nicht da gewesen, als man sie gebraucht habe.

Die Trump-Regierung erwägt nach Medienberichten, Truppen aus Ländern abzuziehen, die den Irankrieg nicht unterstützten. Damit soll eine Art Bestrafung der Bündnispartner erfolgen. Die Nato durchlebt derzeit ihre schwerste Krise seit ihrer Gründung. Zuletzt hatte Trump bereits signalisiert, dass die USA sich künftig hauptsächlich noch um die nukleare Abschreckung kümmern wollen.

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