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Marokko klagt 2480 Protestteilnehmer an

30. Oktober 2025· Jonas Brinkmann

Nach Wochen von regierungskritischen Demonstrationen hat Marokkos Justiz ein großes Strafverfahren eingeleitet. Über 1400 Personen sitzen noch in Untersuchungshaft.

In Marokko sind nach massiven regierungskritischen Protesten der vergangenen Wochen nun 2480 Personen angeklagt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft des Landes am Dienstag mit. Ein großer Teil der Angezeigten sitzt derzeit noch in Untersuchungshaft – Angaben zufolge etwa 1500 Menschen.

Die Vorwürfe gegen die Demonstranten reichen von Rebellion über Gewalt gegen Sicherheitskräfte bis hin zu Teilnahme an bewaffneten Versammlungen. Zu den Protesten kam es, nachdem im Krankenhaus von Agadir mehrere schwangere Frauen starben. Seitdem fordern vor allem junge Menschen bessere Gesundheitsversorgung, mehr Jobchancen und weniger Korruption. Unter dem Namen GenZ212 organisieren sie sich hauptsächlich über soziale Medien.

Auch bei den Protestaktionen selbst gab es bereits mehrere Todesfälle. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das harte juristische Vorgehen der Behörden gegen die Demonstranten scharf. König Mohammed hatte Mitte Oktober erste Reformen angekündigt – inzwischen haben die Proteste allerdings deutlich an Schwung verloren.

H
Hitkanal.FM Main
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