US-Soldaten (Symbolbild)
Foto: Daniel Karmann / dpa
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Bei einem internationalen Militärmanöver im Südwesten Marokkos sind zwei Angehörige der US-Armee verschwunden. Dies teilte das Regionalkommando der US-Armee für Afrika (Africom) am Sonntag mit.
Den Angaben zufolge nahmen die Soldaten an dem jährlich stattfindenden Manöver »African Lion« teil. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens befanden sie sich jedoch nicht mehr im aktiven Trainingsbetrieb. Ein US-Verteidigungsbeamter erklärte, die beiden hätten sich nach Abschluss der Übungen auf eine Wanderung zur Erholung begeben.
Laut den marokkanischen Streitkräften ereignete sich der Vorfall am Samstagabend gegen 21 Uhr in der Nähe des Trainingsgeländes Cap Draa, unweit der Atlantikküste. Das Gebiet gilt als schwer zugänglich und ist von bergigem Gelände sowie Wüsten- und Halbwüstenlandschaften geprägt.
Unmittelbar nach dem Ausbleiben der Soldaten wurde demnach eine gemeinsame Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Daran beteiligen sich Einheiten aus den USA und Marokko, darunter Hubschrauber, Schiffe, Gebirgsrettungsteams und Taucher.
Die Vermissten wurden zuletzt in der Nähe von Steilklippen am Meer gesehen. Die genauen Umstände ihres Verschwindens sind bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an, die Suche läuft weiter.
Die Militärübung »African Lion« findet seit 2004 statt und gilt als das größte jährlich abgehaltene US-Manöver auf dem afrikanischen Kontinent. In diesem Jahr beteiligen sich nach Angaben der US-Streitkräfte mehr als 5000 Soldaten aus über 40 Nationen. Neben Marokko sind auch Tunesien, Ghana und Senegal an der Übung beteiligt.
Bereits im Jahr 2012 kam es im Rahmen der Übung zu einem Unglück: Damals kamen nahe Agadir zwei US-Marines bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben.
Marokko gilt als wichtiger Verbündeter der USA in Nordafrika. In der Region haben zuletzt mehrere Militärputsche – etwa in Mali, Burkina Faso und Niger – die ohnehin angespannte sicherheitspolitische Lage zusätzlich verschärft.
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