Arzt wegen Ketamins-Todes von Matthew Perry verurteilt
Ein kalifornisches Gericht hat einen Arzt zu 30 Monaten Haft verurteilt, weil er den »Friends«-Star Matthew Perry mit Ketamin versorgt hatte. Perry starb 2023 im Alter von 54 Jahren.
Das Gericht in Santa Monica sprach ein Schuldurteil gegen den 43-jährigen Mediziner aus, der Perry zwischen September und Oktober 2023 mehrfach das Narkosemittel Ketamin besorgt und teilweise selbst injiziert hatte. Zusätzlich zur Freiheitsstrafe muss der Arzt eine Geldstrafe von knapp 4.800 Euro zahlen. Er hatte sein Verhalten eingeräumt und wurde daraufhin aus dem Verfahren mit reduzierten Anklagepunkten entlassen.
Der Arzt hatte sein Handeln damit gerechtfertigt, dass Perry sich aus medizinischen Gründen einer Ketamin-Therapie unterzogen habe. Allerdings deuteten Ermittlungen darauf hin, dass der Schauspieler das Mittel auch auf dem Schwarzmarkt beschafft hatte. Die Richterin kritisierte, dass der Mediziner die Drogenabhängigkeit des Schauspielers gefördert habe, anstatt Schaden abzuwenden.
Perry war am 28. Oktober 2023 leblos in seinem Pool gefunden worden. Gerichtsmediziner bestätigten Ketamin als Todesursache, neben weiteren Faktoren wie Ertrinkung und Herzerkrankung. Die Staatsanwaltschaft wirft insgesamt fünf Personen vor, an der tödlichen Ketamin-Versorgung beteiligt gewesen zu sein. Drei von ihnen haben bereits Schuldbekenntnisse abgelegt.