Stromausfälle in zwei Berliner Bezirken – über 1300 Haushalte betroffen
Berlin kämpft erneut mit Stromausfällen: Am Samstag waren Tausende Haushalte in Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg ohne Strom. Die Ursache liegt offenbar bei einem beschädigten Kabel.
Berlin ist am Samstag erneut von Stromausfällen heimgesucht worden. In der Nikolassee-Gegend in Zehlendorf blieben gegen 22 Uhr insgesamt 1314 Haushalte ohne Stromversorgung. Betroffen waren mehrere Straßen im Umkreis des Kirchwegs und der Schopenhauerstraße. Bereits am Nachmittag hatte ein separater Ausfall in Marienfelde für knapp zwei Stunden zu Beeinträchtigungen geführt.
Nach etwa einer Stunde konnten die ersten Haushalte wieder versorgt werden. Um 23.35 Uhr war der Ausfall schließlich vollständig behoben. Nach Aussagen der Stromnetz Berlin GmbH liegt die Ursache vermutlich bei einem fehlerhaften Mittelspannungskabel. Der Stromnetzsprecher Henrik Beuster vermutet, dass das Kabel altersbedingte Schäden aufweist oder bei früheren Bauarbeiten beschädigt wurde – wobei solche Schäden oft zunächst unbemerkt bleiben und erst später durch eindringende Feuchtigkeit Probleme verursachen.
Hinweise auf einen Sabotageakt gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Die Polizei verstärkte während des Ausfalls ihre Präsenz im betroffenen Gebiet, um den Bürgern Sicherheit zu geben und als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Die neuerlichen Stromausfälle erinnern an den verheerenden Blackout Anfang Januar, bei dem etwa 45.000 Haushalte tagelang ohne Strom waren.