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EU einigt sich auf Mercosur-Freihandelsabkommen

09. Januar 2026· Daniel Kastner

Nach 25 Jahren Verhandlungen hat die EU dem Freihandelsabkommen mit vier südamerikanischen Staaten zugestimmt. Die neue Freihandelszone soll eine der größten weltweit werden.

Die Europäische Union hat grünes Licht für das lange umstrittene Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay gegeben. Bei einer Sitzung in Brüssel stimmten ausreichend viele EU-Länder dem Deal zu, nachdem Italien seine vorherigen Blockade durch zusätzliche Unterstützungszusagen für europäische Landwirte aufgegeben hatte.

Das Abkommen schafft eine Freihandelszone mit über 700 Millionen Einwohnern und soll nach Angaben der EU-Kommission die weltweit größte ihrer Art werden. Besonders die deutsche Industrie erhofft sich davon Vorteile: Die Exporte nach Südamerika könnten um bis zu 39 Milliarden Euro jährlich steigen, heißt es. Profitieren sollen vor allem Autoindustrie, Maschinenbau und Pharmabranche.

Um Bedenken in der Landwirtschaft zu adressieren, hat die EU zusätzliche Schutzmaßnahmen verankert. Sollten Importe aus Südamerika stark ansteigen oder Preise einbrechen, können Zollvorteile vorübergehend ausgesetzt werden. Besonders Rindfleisch, Geflügel und Zucker unterliegen einer intensiven Überwachung. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Beschluss als Meilenstein und Zeichen gegen protektionistische Handelspolitik.

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