Mexiko: Rudi Völler findet Unruhen im WM-Gastgeberland »erschreckend«

Mexiko: Rudi Völler findet Unruhen im WM-Gastgeberland »erschreckend«

Rudi Völler hat die Zustände in Mexiko wenige Monate vor Beginn der Fußball-WM als »erschreckend« beschrieben. Das Land wird gemeinsam mit den USA und Kanada Gastgeber der Weltmeisterschaft sein, am 11. Juni beginnt das Turnier.

»Wir haben alle natürlich die Hoffnung, dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen wieder beruhigt, bis die WM losgeht«, sagte der DFB-Sportdirektor bei der Chefredaktionskonferenz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin.

13 Spiele in Mexiko

Seit das mexikanische Militär den mächtigen Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes – auch bekannt als »El Mencho« – tötete, eskalieren die Mitglieder seines Kartells die Gewalt extrem. Tankstellen, Geschäfte, Autos und Banken wurden in Brand gesetzt, auf einigen Straßen wurden Blockaden errichtet.

Es soll mehrere Tote und Verletzte gegeben haben, eine offizielle Zahl gibt es noch nicht. Mehrere Länder, darunter auch Deutschland, sprachen Reisewarnungen aus und riefen ihre Bürger in Mexiko zu größter Vorsicht auf.

Insgesamt sollen in Mexiko 13 Spiele stattfinden, neben Guadalajara sind Mexiko-Stadt und Monterrey die anderen beiden Gastgeberstädte. In Mexiko haben Uruguay und voraussichtlich auch Südafrika ihre WM-Quartiere vorgesehen. Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey zudem jeweils zwei internationale Playoff-Partien stattfinden zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer. Der Fußball-Weltverband Fifa reagierte auf eine dpa-Anfrage zur Lage bislang nicht.

Wegen der Unruhen wurden am Sonntag unter anderem zwei Erstligaspiele in Mexiko abgesagt. Die mexikanische Nationalmannschaft will in dieser Woche in der Stadt Queretaro – zwischen Guadalajara und Mexiko-Stadt gelegen – eigentlich ein Freundschaftsspiel gegen die Auswahl Islands bestreiten. Ob diese Partie wie geplant stattfinden kann, war zunächst offen.

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