Michelle Obama: USA nicht bereit für weibliche Präsidentin
Die ehemalige First Lady äußert sich skeptisch zur Bereitschaft der Vereinigten Staaten für eine Präsidentin. Sie verweist auf mangelnde Akzeptanz bei vielen Männern – und lehnt Spekulationen über eine eigene Kandidatur ab.
Michelle Obama hat in einem Gespräch mit Schauspielerin Tracee Ellis Ross deutlich gemacht, dass die Gesellschaft in den USA ihrer Ansicht nach noch nicht so weit ist, eine Frau ins Weiße Haus zu wählen. Die 61-Jährige äußerte sich dabei direkt zu Diskussionen, die sie selbst als mögliche Präsidentschaftskandidatin sehen: "Ihr lügt alle. Ihr seid noch nicht bereit für eine Frau.", sagte Obama im Hinblick auf die fehlende Reife der Gesellschaft für diesen Schritt.
Zur Begründung ihrer Aussage verwies Obama auf das Wahlergebnis von 2024. Viele Männer könnten sich demnach immer noch nicht vorstellen, von einer Frau geführt zu werden – ein Problem, das sich beim Wahlsieg von Donald Trump über die Demokratin Kamala Harris gezeigt habe. Die ehemalige First Lady betonte damit einen gesellschaftlichen Rückschritt bei der Frage von Geschlechterparität in der politischen Führung.
Obwohl Michelle Obama seit dem Ende ihrer Zeit im Weißen Haus eine einflussreiche Stimme in der Demokratischen Partei ist, schloss sie eine eigene Kandidatur erneut kategorisch aus. Stattdessen nutze sie ihre Plattform weiterhin für Themen wie Bildung, Gesundheit und Gleichberechtigung, erklärte Obama in dem veröffentlichten Videogespräch.